Fahrradfahren bedeutet an sich schon nachhaltig unterwegs zu sein, nun stellen viele Produzenten – auch von Zubehör – ihre Produktion auf Nachhaltigkeit um.

Wer auf dem Radweg mit dem Zweirad unterwegs ist, zeigt sein grünes Image und tut etwas für sich, aber auch für die Umwelt.

Mittlerweile sind auch bei der Produktion von Fahrrädern und Zubehör nachhaltige Lösungen gefragt. So gewinnt der Werkstoff Bambus als alternatives Rahmenmaterial immer mehr Freunde.

Das Kieler Unternehmen My Boo präsentiert mit dem urbanen Stadtflitzer „My Kuro“ (2.499 Euro) erstmals ein Bambusrad mit Riemenantrieb. Letzterer ist wartungs- und verschleißärmer als eine herkömmliche Fahrradkette und schont deshalb zusätzlich die Umwelt. An den Bambus-Bikes wird übrigens bald der neue Schwalbe-Reifen „Road Cruiser“ mit „grüner“ Gummimischung (ab 17,90 Euro) verbaut.

Für das Compound werden nachwachsender Kautschuk und recycelte Gummimaterialien wie Türdichtungen oder Gummihandschuhe verwendet. Dabei entstehen laut Hersteller keine Einbußen bei Qualität und Haltbarkeit. Wie man mit recycelten Materialien erfolgreich sein kann, beweist auch der Accessoires-Schneider Fahrer Berlin. Die Hauptstädter nutzen alte Lkw-Planen, Werbebanner oder Bootsabdeckungen, um praktische Helfer wie den Spritzwasserschutz „Latz Modell E“ (12,90 Euro) zu produzieren.

Einer ökologischen Produktionskette fühlt sich das US-amerikanische Unternehmen Chris King verpflichtet. Bei der Herstellung etwa ihrer Steuersätze (ab 149,90 Euro) wird weitgehend auf den Einsatz von harten Chemikalien verzichtet und auf umweltbewusste Fertigung gesetzt.

Einen ähnlichen Weg verfolgt der Bekleidungshersteller Vaude, der mit seinem Green-Shape-Standard sogar eine eigenes Label für eine nachweislich ökologische Produktion entwickelt hat. Die Tettnanger nutzen bei einigen ihrer neuen Bekleidungsartikeln einen hohen Anteil an natürlicher Merinowolle. Die Produkte stehen für eine hohe Atmungsaktivität und Tragekomfort auch bei großen Temperaturschwankungen (z. B. „Men’s Matera Wool Tricot“ für 120 Euro). Mit der Kollektion Frühjahr/Sommer 2018 hat es das Unternehmen geschafft, umweltschädliche Flourcarbone (PFC) vollständig aus den wasserabweisenden Ausrüstungen in der Regenbekleidung zu verbannen. Damit erfüllen die Tettnanger das freiwillig unterzeichnete Detox-Abkommen mit Greenpeace. In Bezug auf die gesamte Bike-Bekleidungskollektion bedeutet das: 100 % PFC-frei in der Membran und bei der wasserabweisenden Ausrüstung! Neben dem Verzicht auf PFC kommen in der neuen Kollektion zahlreiche Materialvarianten wie recyceltes Polyester aus PET-Flaschen, Tencel® oder drirelease® Wool zum Einsatz. Das bluesign® system ist ein weiteres wichtiges Kriterium für ein Green Shape Produkt. Wie eine Art Reinheitsgebot stehen dabei Themen wie ein strenges Chemikalienmanagement und Energieeffizienz im Vordergrund.

Green Shape nennen sich die VAUDE Ökoprodukte

Eine wasserdichte, aber PVC-freie „Free“-Fahrradtaschenkollektion (vier Modelle ab 79,99 Euro) bringt Ortlieb zum Jahresbeginn 2018 in den Fachhandel. Damit zeigt man auf dem Radweg, was State of the Art bedeutet. Das neue Polyestergewebe der Taschen soll sich bei Robustheit und Langlebigkeit nicht von den bisherigen Radtaschen unterscheiden. Eine andere Form der Nachhaltigkeit zeigt Sportnahrungshersteller Clif Bar mit den Energiewürfeln „Bloks“ (ab 2,99 Euro pro Packung à sechs Würfel). Die Produkte sind für Vegetarier und Veganer geeignet – auch in der neuen Geschmacksrichtung „Margarita“.

Quelle: pd-f

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