Gemunkelt wurde darüber schon länger, nun ist es Gewissheit geworden. Der ADAC zieht sich aus dem Fernbusmarkt zurück, nach nur einem knappen Jahr gibt er die Zusammenarbeit mit der Post auf. Die Post hat angekündigt, die Anteile des ADAC an dem Gemeinschaftsunternehmen zu übernehmen.

Während der Bahnstreiks geriet der Fernbus-Markt auch in den Fokus vieler Bahnfahrer.  So verzeichnet er zu diesen Zeiten eine erhöhte Nachfrage. Allerdings ist der Markt seit Monaten stark umkämpft und bietet derzeit geringe Margen. Anbieter, die sich hier etablieren und durchsetzen wollen, brauchen strategisches Durchhaltevermögen. Schon vor kurzem mussten die Unternehmen DeinBus.de und City2city Insolvenz anmelden.

Nun gab auch der ADAC bekannt, sich aus dem Markt zurückzuziehen. Gemeinsam mit der Deutschen Post hatte er das Gemeinschaftsunternehmen „ADAC-Postbus“ betrieben. Dabei wurde das gemeinsame Projekt erst im Oktober letzten Jahres vorgestellt.Die Deutsche Post will sich jedoch weiterhin in dem Marktsegment engagieren. Post-Vorstand Jürgen Gerdes äußerte, das Netz im nächsten Jahr weiter ausbauen zu wollen. Der Fernbus-Markt sei ein wachsender Markt und der Post-Fernbus entwickle sich wie geplant.

ADAC-Postbus wird noch im November beendet – Der Busverkehr bleibt jedoch bestehen

Die Abtretung der ADAC-Anteile am gemeinsamen Unternehmen gehen noch im November an die Post. Das Gemeinschaftsunternehmen wird dadurch beendet. Der Busverkehr wird dennoch ohne Verzögerung aufrechterhalten, wodurch sich für die Kunden zunächst nichts ändert. Branchenexperten gehen davon aus, dass sich der Markt  trotz wachsender Umsätze in den nächsten Jahren weiter konsolidieren wird.

 

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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