Nachhaltigkeit ist für einige Unternehmen lediglich ein Marketingbegriff, um auf einer Welle mitzuschwimmen und werblich „state of the art“ zu sein. Dabei ist eine stringent durchgehaltene Nachhaltigkeitsstrategie in einem Unternehmen bares Geld wert, denn der schonende Umgang mit Ressourcen rechnet sich auch betriebswirtschaftlich.

Automation schafft Nachhaltigkeit. Ressourcenschonung, Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt gehören zusammen. Dabei haben diese „ethischen Attribute“ auch einen ganz klaren betriebswirtschaftlichen Wert. Schließlich werden Rohstoffe und Energie in Zukunft eher teurer als günstiger. Durch Automation gelingt es uns, diese Ressourcen so sparsam wie möglich, das heißt auch so effizient wie nötig, einzusetzen.

Komplexer werdende Systeme

Zukünftig werden Automatisierungsprozesse immer komplexer, da sowohl die Ansprüche an die Steuerungen als auch an die Funktionalitäten steigen. Parallel dazu sollen die automatisierten Abläufe helfen, Fehler zu vermeiden und mögliche Störfälle von vornherein auszuschließen.

Intelligente Steuerungen

Eine intelligente Steuerung hat wesentlichen Einfluss auf den Ertrag und die Wirtschaftlichkeit von Anlagen. Wenn es beispielsweise um die Planung eines Wasserkraftwerkes geht spielt die Automation bei der Energieeffizienz schon im Vorfeld eine große Rolle. Der Grund liegt auf der Hand: Dieser Kraftwerkstyp hat hohe Erstellungskosten und benötigt dementsprechend lange Betriebszeiten um sich zu armortisieren. Automatisierung sorgt nun beispielsweise dafür, dass mechanische Komponenten optimal ausgesteuert und geregelt werden können. So kann man beispielsweise die Gleitlager einer Turbine h automatisch überwachen und Reibung, Verschleiss und andere wichtige Daten über die Maschine auslesen und zum Beispiel die Schmierung nachsteuern.

Cloudbasierte Steuerungen

Nachhaltigkeit bedeutet Kompatibilität, Modularität und übertragbare Konfiguration.

In diesem Zusammenhang gewinnt die Mensch-Maschine-Kommunikation immer mehr an Bedeutung. Internet- und vor allem cloudbasierte Steuerungsmechanismen sind dabei inzwischen wichtig.

Vor allem bei der Steuerung von Anlagen in unwegsamen Gebieten – beispielsweise bei Wasserkraftwerken in Gebirgen oder off-Shore Windanlagen – ist die Verlagerung in die private Cloud – auch im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens, die neueste Form der Entwicklung in der Automation.

Frank Tetzel

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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