Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat den G7-Elmau-Fortschrittsbericht „Biodiversity – A vital foundation for sustainable development“ veröffentlicht. Die Erstellung des Berichts, in dem die G7-Staaten ihre Bemühungen um den Erhalt der biologischen Vielfalt analysieren, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) sowie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) maßgeblich unterstützt.

In dem Report analysiert die G7 ihren Fortschritt in der Umsetzung ihrer Biodiversitätszusage seit dem G8-Gipfel von Deauville. Bei diesem Gipfel hatten sich die Mitglieder dazu verpflichtet, ihre Anstrengungen zur Verminderung des Biodiversitätsverlusts zu verstärken. Ergebnis: Die Gruppe der führenden Industriestaaten haben seit 2011 wichtige finanzielle Beiträge geleistet und auch kontinuierlich Maßnahmen durchgeführt.

So blieb die finanzielle Unterstützung trotz der Finanzkrise auf einem stabilen Niveau. Deutschland und Frankreich verdoppelten ihre Beiträge zur Biodiversitätsfinanzierung sogar. Der Bericht nennt ferner eine Vielzahl von Beispielen für bewährte und innovative Herangehensweisen, mit denen die G7 in ihren eigenen Ländern wie auch international dem Rückgang der Biodiversität entgegentritt. Er hebt insbesondere Anstrengungen hervor, die gleichzeitig auch halfen, zusätzliche Zusagen der G7 in den Bereichen Klimawandel, Ernährungssicherheit und Gesundheit zu erfüllen.

Das DIE baut Brücken zwischen Theorie und Praxis und setzt auf die Zusammenarbeit in leistungsstarken Forschungsnetzwerken mit Partnerinstituten in allen Weltregionen. Seit seiner Gründung im Jahr 1964 vertraut das Institut auf das Zusammenspiel von Forschung, Beratung und Ausbildung.

Das DIE berät auf der Grundlage unabhängiger Forschung öffentliche Institutionen in Deutschland und weltweit zu aktuellen Fragen der Zusammenarbeit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Immer montags kommentiert das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik in seiner Aktuellen Kolumne auf der Startseite der DIE-Homepage die neuesten Entwicklungen und Themen der internationalen Entwicklungspolitik. Am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik arbeiten rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Institut wird von Dirk Messner (Direktor) und Imme Scholz (stellv. Direktorin) geleitet.

Dirk Messner, Direktor des DIE: „Der G7-Report macht deutlich, wie wichtig der Erhalt der biologischen Vielfalt für eine nachhaltige Entwicklung ist. Diese Leitplanke des Erdsystems kann nur eingehalten werden, wenn die G 7 mit ihren Partnern energisch handeln.“

Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist zentral für die Erreichung weiterer Nachhaltigkeitsziele, etwa im Bereich Ernährungssicherung, Klima und Gesundheit. So ermöglicht Biodiversität eine Reihe lebenswichtiger Funktionen. Dazu zählen etwa die Bereitstellung von sauberem Wasser, Nahrung, Heilkräutern und anderen Arzneimitteln sowie Hochwasserschutz. „Trotz der vielfältigen Aktivitäten der G7 und anderer Akteure nimmt die Artenvielfalt weiterhin ab“, sagt Ines Dombrowsky, Leiterin der Abteilung „Umweltpolitik und Ressourcenmanagement“ des DIE. „Aus diesem Grund ist es wichtig, weltweit die Anstrengungen in diesem Bereich zu verstärken. Nur so kann der Zustand der Biodiversität und der Ökosysteme verbessert werden.“ Da Entwicklungsländer stärker von den Leistungen funktionierender Ökosysteme abhängig sind, betrifft sie der Verlust von Ressourcen umso stärker.

„Es ist wichtig, dass sich die G7 mit diesem Bericht weiter zu ihrer Verantwortung für ihr Biodiversitätsziel bekennt“, sagt Heidi Wittmer, Stellvertretende Leiterin der Abteilung „Umweltpolitik“ am UFZ, anlässlich der Veröffentlichung des Reports. „Der Report macht deutlich, dass noch viel zu tun ist, um den Verlust der Biodiversität zu stoppen“. Der Rückgang der biologischen Vielfalt stellt die Weltgemeinschaft vor große Herausforderungen.

 
Web-Special des DIE zum G7-Gipfel

 

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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