Die Crowdinvesting-Branche kann auf eine weniger starke Beschränkung der Schwarmfinanzierung hoffen. Das berichtet der Spiegel in seiner am Sonnabend erscheinenden Ausgabe. Bundesrat und Bundestag haben Einwände gegen die Pläne der Bundesregierung angemeldet, der Unternehmensfinanzierung durch zahlreiche Kleinanleger engere Grenzen zu setzen. Die Finanzexperten der Regierungsfraktionen arbeiten deshalb nun an einem Kompromiss zu den strittigen Punkten des geplanten Kleinanlegerschutzgesetzes.

Nach dem Willen der Regierung sollen Firmen, die vom Schwarm mehr als eine Million Euro einsammeln, einen Wertpapierprospekt bei der Finanzaufsichtsbehörde BaFin vorlegen. Diese Schwelle wollen Politiker der Regierungsfraktionen nun deutlich anheben. Auch ein Werbeverbot für Crowdinvesting-Projekte in sozialen Netzwerken möchte die Unionsfraktion kippen. Das Gesetz zum Kleinanlegerschutz, das auch die Crowdinvesting-Branche reguliert, soll am 23. April vom Bundestag beschlossen werden.

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

Ähnliche Beiträge

Bei Finanzanlagen soll künftig der Grundsatz der Nachhaltigkeit eine größere Bedeutung...

Der Klimawandel birgt neue Risiken für das Finanzsystem und Finanzanlagen und damit insbesondere...

Unternehmensethiker Andreas Suchanek von der HHL Leipzig Graduate School of Management begrüßt...

Antworten