Die Website des nachhaltigen Warenkorbs ist überarbeitet worden. (Foto: Pixabay)

Der Nachhaltige Warenkorb ist überarbeitet worden.

Woran erkenne ich fair produzierte Mode? Wie sehr belastet mein Smartphone das Klima? Welches Siegel trägt Fisch aus nachhaltiger Erzeugung? Diese und viele weitere Fragen rund um umweltbewussten und sozialen Konsum beantwortet das komplett überarbeitete Onlineportal des Nachhaltigen Warenkorbs. Unter www.nachhaltiger-warenkorb.de zeigt der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), wie Verbraucherinnen und Verbraucher aktiv etwas für das Klima tun können. Die Seite bietet dazu unabhängige und serviceorientierte Tipps.

Der Nachhaltigkeitsrat startet sein neues Onlineangebot zur Internationalen Grünen Woche in Berlin, der Leitmesse der Lebensmittelbranche. Denn was wir essen und trinken hat wesentliche Folgen für das Klima und das soziale Leben von Millionen Menschen weltweit. Für jeden fünften Menschen in Deutschland gehören Umwelt- und Klimaschutz daher zu den wichtigsten Herausforderungen des Landes. „Unser Konsum ist nur dann zukunftsfähig, wenn er ökologisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich tragfähig ist. Leider kommt nachhaltiger Konsum viel zu langsam voran. Bio-Lebensmittel sind beispielsweise seit Jahren in aller Munde, dennoch liegt ihr Umsatz bei nur vier Prozent des Gesamtumsatzes der Lebensmittelbranche. Dass sich daran etwas ändert, dazu kann jede und jeder etwas beitragen. Wenn Routinen durchbrochen werden, ist es mittlerweile relativ einfach, nachhaltig zu konsumieren. Das zeigen wir mit dem Nachhaltigen Warenkorb“, sagt die Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrates, Marlehn Thieme, zum Start des Portals.

Der Nachhaltige Warenkorb soll daher auch zu persönlichen Veränderungen motivieren, die gleichzeitig zum Wandel in eine nachhaltigere Welt beitragen. Nutzerinnen und Nutzer finden passende Informationen zu ihren persönlichen Konsumzielen, die sich an den globalen UN-Nachhaltigkeitszielen orientieren – zum Beispiel „Fair und sozial handeln“, „Klimabilanz verbessern“, aber auch „Gesund leben“.

Nachhaltiger Konsum ist dabei nicht unbedingt eine Frage des Geldes. Beim Einkauf gehe es darum, möglichst oft eine nachhaltige Alternative zu wählen oder auch Überflüssiges im Regal stehen zu lassen. Zudem spart nachhaltiger Konsum Geld. Kosten senken kann, wer weniger Lebensmittel wegwirft, langlebige und reparaturfähige Produkte kauft, die Heizkosten und den Stromverbrauch senkt oder Secondhandkleidung kauft.

Die Seite www.nachhaltiger-warenkorb.de bietet unter anderem Informationen zu Essen und Trinken, Strom und Heizen, Elektronik, Mode und Kosmetik, Reisen und Mobilität, Spielzeug sowie nachhaltiger Geldanlage. Das Portal umfasst außerdem unabhängige Bewertungen von Siegeln, die glaubwürdig über die sozialen und ökologischen Bedingungen im Herstellungsprozess Auskunft geben. Das Angebot wird laufend aktualisiert. Die imug Beratungsgesellschaft für sozial-ökologische Innovationen mbH begleitet das Projekt wissenschaftlich.

Herausgeber des Nachhaltigen Warenkorbs ist der Rat für Nachhaltige Entwicklung. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an, die von der Bundesregierung berufen werden. Der Rat entwickelt Beiträge für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, setzt konkrete Projekte um und macht Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen.

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