Mehr Geld für den Regenwald von der Bundesregierung. (Foto: pixabay.com)

 Zum Auftakt des Klimagipfels der Vereinten Nationen am Montag in New York startet Bundesentwicklungsminister Gerd Müller gemeinsam mit Weltbank Präsident David Malpass ein globales Programm zum Waldschutz.

Das Entwicklungsministerium investiert hierfür 200 Millionen Euro. Zusätzlich werden weitere 30 Millionen Euro für die Zentralafrikanische Waldinitiative (CAFI) und 20 Millionen Euro für indigene Gemeinschaften bereitgestellt – insgesamt 250 Millionen Euro für den globalen Waldschutz.

Dazu erklärt Bundesminister Müller: „Der Regenwald ist die grüne Lunge des Planeten. Allein der Amazonas-Regenwald produziert 20 Prozent des weltweiten Sauerstoffs. Aber alle vier Sekunden wird die Fläche eines Fußballfelds abgeholzt – vor allem für riesige Soja- und Palmölplantagen. Elf Prozent der CO2-Emissionen gehen auf Brandrodung und Waldzerstörung zurück. Das müssen wir sofort stoppen. Wir brauchen dazu ein ambitioniertes internationales Waldschutzprogramm, das deutlich über die Beschlüsse des G7-Gipfels in Biarritz hinausgeht. Gemeinsam mit der Weltbank starten wir jetzt die Initiative ProGreen für den Waldschutz. Als Initiator der neuen Initiative investiert Deutschland 200 Millionen Euro. Insgesamt hat Deutschland in den letzten Jahren bereits 160 Millionen Hektar Wald unter Schutz gestellt, das ist das 60-fache aller deutschen Naturschutzgebiete.“

ProGreen ist ein neuer Ansatz im Kampf gegen die globale Waldzerstörung. Insgesamt soll ein Volumen von 1 Milliarde Dollar erreicht werden. Im Zentrum stehen Maßnahmen zum Schutz und Wiederaufbau der Tropenwaldregionen, im Kampf gegen illegalen Holzeinschlag, zur Unterstützung von Zertifizierungsmechanismen für nachhaltiges Tropenholz und die Unterstützung zur Bekämpfung von Waldbränden. Den Wert der Wälder für die nachhaltige Entwicklung erkennen und fördern, ist das Motto der gemeinsamen Partnerschaft.

In der Gipfelwoche der UNO in New York treffen sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, um neue Maßnahmen gegen den Klimawandel voranzubringen. Nach den bislang veröffentlichten Klimaplänen der einzelnen Staaten steuert die Welt eher auf eine Erderwärmung von 3 bis 4 Grad und nicht auf 1,5 Grad zu, wie im Pariser Abkommen beschlossen. UN-Generalsekretär Guterres ruft die Staaten deshalb zu größeren Anstrengungen auf.

Über den Autor

Ähnliche Beiträge

Tourismus ist einer der besten Jobmotoren, vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern. Wenn...

Manila ist mit 13 Millionen Einwohnern die größte Megacity Südostasiens. Gleichzeitig gehört die...

Erschreckende Zahlen lieferte jetzt ein Report  der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (...

Antworten

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.