„Am Thema Nachhaltigkeit kommt im Deutschlandtourismus niemand mehr vorbei“, erklärte Matthias Beyer von der Tourismusberatung mascontour anlässlich der  ITB Berlin. Er präsentierte eine aktuelle Untersuchung deutscher Tourismusdestinationen. Danach glauben selbst Tourismusmanager, die jetzt noch keinen Handlungsbedarf sehen, dass das Thema in fünf Jahren auch für ihr Angebot bedeutend sein wird.

Zentrale Frage: Ist Nachhaltigkeit für Sie eine Luftnummer, Ladenhüter, Lifestyle oder Leuchtturm? Eine TED-Umfrage unter den Anwesenden im Saal bestätigte die Aussage der Studie, wonach Nachhaltigkeit ein Lifestyle-Thema ist. Sie liegt also im Trend. Um Nachhaltigkeit weiter voranzubringen, fordern Tourismusmanager von der Politik die Einführung von Umwelt- und Sozialstandards.

Ansätze davon verfolgt das Land Baden-Württemberg in seiner Nachhaltigkeitsstrategie. Die erläuterte in einer anschließenden Diskussion Wolfgang Baur, Leiter der Abteilung Naturschutz und Tourismus beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg. Zum Beispiel können sich dort Unternehmen im Tourismus von „Nachhaltigkeitslotsen“ beraten lassen.

Carsten Hansen, Referatsleiter beim Deutschen Städte- und Gemeindebund, beklagte die angespannte Haushaltssituation der Städte und Gemeinden. Angesichts des demografischen Wandels forderte er eine bessere Aus- und Weiterbildung, um die Qualität im Tourismus zu sichern. „Gut qualifizierte Arbeitnehmer in stabilen Beschäftigungsverhältnissen sind am besten geeignet, um das Produkt zu verbessern.“

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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