Das Geschäft mit abgefüllten Wasser PET Flaschen ist ein riesiges Geschäft. Leitungswasser kann eine gute Alternative sein.


Wasser in Plastikflaschen – PET. Ein Riesengeschäft. Viele sprechen sogar vom flüssigen Gold. Das Geschäft mit dem Wasser ist für manche Unternehmen längst eine lukrative Einnahmequelle geworden.

In Deutschland werden jährlich 11.5 Milliarden Liter abgefülltes Wasser getrunken – genug, um das Berliner Olympiastadion neunmal zu füllen.

Und auch Italien und Frankreich liegen beim Pro-Kopf-Konsum von abgefülltem Wasser unter den Top fünf Ländern weltweit. Ohne guten Grund, geben Menschen mit Zugang zu vollkommen klarem und kontrollierten Leitungswasser enorme Mengen an Geld für abgefülltes, verpacktes Wasser aus.

Viel Wasser trinken ist grundsätzlich gut und wichtig. Das Problem sind nur die Plastikflaschen. Das Wasser aus der Leitung kann in Deutschland nahezu ausnahmslos ohne Bedenken getrunken werden. Es wird stärker kontrolliert als abgefülltes Wasser und ist dadurch qualitativ hochwertiger. Die Kontrolle findet in dem Moment statt, wenn das Wasser aus dem Hahn ins Glas fließt.

Bei abgefülltem Wasser hingegen bevor es in die Flasche gefüllt wird. Somit werden alle Schadstoffe, die durch die Verpackung ins Wasser gelangen, bei der Qualitätsüberprüfung nicht berücksichtigt. Für Wasser wird mehr Geld ausgegeben als eigentlich nötig wäre.

Verzicht auf PET – Mehr Leitungswasser trinken

Verbraucher können nicht nur Geld sparen, sondern auch ihren ökologischen Fußabdruck verbessern. Das Trinken von abgefülltem Wasser erzeugt 100-mal mehr Umweltbelastung als das von Leitungswasser.

Vielen ist gar nicht bewusst, welche Wege ihr Wasser aus Flaschen zurückgelegt hat, bevor es auf dem häuslichen Esstisch steht. Oft wird es durch ganz Deutschland transportiert, wohingegen das Leitungswasser regional ist.

Außerdem werden PET-Flaschen auf Erdölbasis hergestellt: 100ml Erdöl wird für eine Plastikflasche benötigt – neben Kohle, Erdgas und Wasser.

Um die jährlichen CO2 Emissionen der weltweiten Produktion von PET-Flaschen auszugleichen, müssten wir eine Fläche 100x so groß wie das Saarland bepflanzen. Nicht nur die Produktion von Plastikflaschen, auch die Entsorgung richtet Schaden an.

Plastikflaschen landen viel zu oft in der Natur, wo sie bis zu 1000 Jahre brauchen, bis sie vollständig abgebaut sind. Plastik-Müll tötet mehr als 1.000.000 Meerestiere jedes Jahr und hat infolgedessen katastrophale Konsequenzen für die Ozeane und einzigartige Spezien.

Auch international wird Wasser zum Handelsgut: In Ländern, wo viel weniger Grundwasser vorhanden ist, wird dies dennoch abgefüllt und nach Deutschland oder in andere Länder exportiert. Mehr über das irrsinnige Geschäft von abgefülltem Wasser, was für Auswirkungen es auf unsere Umwelt hat und warum wir eigentlich so viel abgefülltes Wasser trinken, erfahren Sie in dieser Infografik.

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