FAIReconomics Newsletter KW 03 – NACHRICHTEN:

Abschied vom Klimaziel 2020: Die Sondierer von CDU/CSU und SPD haben sich Anfang der vergangenen Woche von den Klimazielen für 2020 verabschiedet. Auch wenn sie sich weiter zu den Zielen bekennen, bleibt unklar, wie die Parteien sie erreichen wollen. tagesspiegel.de,  handelsblatt.com, greenpeace-magazin.de

Höherer Anteil erneuerbarer Energien in Europa: Erneuerbare Energien sollen am gesamten Energieverbrauch in Europa bis 2030 auf 35 Prozent steigen – die Kommission hat nur 27 Prozent vorgesehen, diese Willensbildung zeichnet sich im Europäischen Parlament ab. morgenpost.de

Rund 16 Terrawattstunden Strom haben die Windparks in der Nordsee im vergangenen Jahr Strom erzeugt, das sind 47 Prozent mehr als im Jahr zuvor. stimme.de

New York verklagt Ölmultis: Der Bürgermeister der US-Metropole New York, Bill de Blasio, kündigte vergangene Woche an, die Stadt werde die „Big Five“, die fünf großen Ölkonzernen auf Schadenersatz für die hohen Kosten verklagen, die der Stadt durch die Erderwärmung entstehen. Die Klage werde sich gegen BP, Chevron, ConocoPhillips, ExxonMobil und Shell richten.

Mehr Klimageschädigte in Deutschland: Der Schutz vor Hochwasser wird weltweit immer wichtiger. In 25 Jahren wird es sehr viel mehr Opfer von Hochwasser geben als bisher gedacht.  Wissenschaftler des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) sehen es als Notwendigkeit an Investitionen in Deichbau oder die Zahl der Umsiedelungen deutlich zu erhöhen. In Deutschland könnte sich die Zahl der Betroffenen  auf etwa 700.000 versiebenfachen.
advances.sciencemag.org ( Studie), dw.com

Nachteil  für den Wasserstoff: Die EU-Energieminister und der Europäische Rat haben sich darauf geeinigt, dass ausschließlich für unkonventionelle Biokraftstoffe 2030 noch eine 3prozentige Verwendungspflicht bestehen soll, aber nicht für Wasserstoff. Die Energiewende könnte gefährdet sein.  dwv-info.de

Tierglück: Forscher wollen inzwischen das erreichen, was Tierschützer schon lange fordern: Tiere sollen als Subjekt anerkannt werden. deutschlandfunk.de

China: Das Importverbot von Plastikmüll könnte gegen WTO Regeln verstoßen, wenn das Land nicht auch gegen den eigenen Schwarzmarkt vorgeht. zeit.de
Glyphosat: Unionsparteien und SPD einigen sich. handelsblatt.com
Erdgas: Importe aus Russland auf Rekordhoch. welt.de
Erneuerbare Energien: Bald günstiger als fossile Energieträger. irena.org
Republikaner in den USA:  106 Mitglieder des Repräsentenhauses fordern von US Präsident Trump den Klimawandel als Bedrohung der nationalen Sicherheit einzustufen. Klimaretter.info
Niederlande: e-Fachtschiffe ab Hebst unterwegs. heise.de

WÖRTLICH GENOMMEN

„Nicht nur dieses Eingeständnis sollte den selbst ernannten Musterschüler aufschrecken. Während andere Länder das Pariser Klimaabkommen nutzen, um den Übergang zu einer klimagerechten Wirtschaft offensiv zu gestalten, tut sich in Deutschland wenig“
Carola von Schmettow,  Sprecherin des Vorstands der HSBC Bank in Deutschland,  sie verantwortet die Bereiche Global Markets und Corporate and Institutional Banking. Während andere Länder das Pariser Klimaabkommen nutzen würden, um den Übergang zu einer klimagerechten Wirtschaft offensiv zu gestalten, tue sich in Deutschland wenig. Und das zu einer Zeit, in der Prognosen davon ausgehen würden, dass erneuerbare Energieträger bald günstiger Strom produzierten als fossile – und auch die Finanzindustrie den Klimawandel in all seinen Dimensionen begreife. Anlagegelder von mehreren Billionen Dollar würden gerade neu ausgerichtet. wiwo.de

„Die Bundesregierung muss noch in diesem Jahr die Weichen für einen nachhaltigen Umbau der Tierhaltung stellen“
Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes Umwelt und Naturschutz (BUND), die Deutschen sollten aus Sicht von Umweltschützern nur noch halb so viel Fleisch essen und die Tierbestände kräftig abbauen. Anders seien weder die Klimaziele noch mehr Tier- und Naturschutz zu erreichen. Weniger und dafür besser sei die Losung. rbb24.de

MEHR WISSEN

Alternativen zu Plastiktüten dringend gesucht: Alternative Verpackungen sind nachdem die Plastiktüte in Verruf geraten ist, mehr gefragt denn je. Doch nicht jeder Ersatzstoff leistet, was er verspricht. So ist die Energiebilanz von reissfesten Papiertüten und Bioplastik ähnlich schlecht. Grundsätzlich sind Mehrwegsysteme die beste Lösung. Unterdessen prüft die EU eine eigene Plastiksteuer. spiegel.de , manager-magazin.de

Bio- und Fairtrade als Rettungsanker? Der Preis für Kaffee  auf dem Weltmarkt gleicht einer Achterbahnfahrt. Im Moment liegt er recht tief. Um höhere Preise erzielen zu können, setzen immer mehr Kaffeebauer auf Fairtrade und Bioanbau. Manche Bauern fordern eine kräftige Erhöhung der Kaffeepreise, um ihre Produktionskosten zu decken. Volksblatt.at

Deutsche Seen unter Druck: Der CO2-Gehalt in deutschen Seen steigt an. So haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum ermittelt, dass der pH-Wert des Wassers sich stärker verändert hat als im Meer. cell.com

Wintersportorte: Klimawandel macht die Auswahl für Olympische Wintersportorte schwieriger.  sonnenseite.com
Formula e:  Rosenqvist gewinnt e-Race in Marakkesch.  independent.co.uk
Heilbronn: Hier entsteht mit 34 Metern Deutschlands größtes Holzhochhaus. springerprofessional.de

DAS LETZTE:

Parkplatzsorgen passé? Zumindest wenn man Simulationen aus Seattle trauen kann, könnte das Umsteigen auf das autonome Fahren in Zukunft Parkplatzsorgen überflüssig machen. Die selbstfahrenden Autos könnten selbständig in Gratis-Parkzonen fahren. Die Innenstadt bräuchte kaum noch Parkraum. Der zusätzliche Verkehr wäre überschaubar,
heise.de

 

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