FAIReconomics NACHRICHTEN

Umweltbundesamt dringt auf raschen Kohleausstieg: Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes lassen sich in den kommenden 13 Jahren die Emissionen der Energiewirtschaft halbieren, ohne dass Stromkunden dadurch stark belastet werden. Ein Gutachten der Behörde vergleicht dazu verschiedene Varianten. So könnten „durch einen ordnungsrechtlichen Ansatz oder eine Verhandlungslösung“ bis 2030 drei Viertel aller Braunkohlekraftwerke stillgelegt werden. umweltpanorama.de

Rechnungshof kritisiert Regierung bei Energiewende: Die Regierung kontrolliert die Kosten der Energiewende zu wenig. Insbesondere das Bundeswirtschaftsministerium wird aufs Korn genommen. Dort gebe es ineffiziente Förderprogramme und eine kaum nachvollziehbare Organisation des Projekts. faz.net

Rund sechs Millionen Menschen sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch schlechte Luft. Jeder neunte Todesfall steht in diesem Zusammenhang. Und 85 Prozent der Stadtbewohner leben mit einer Feinstaubbelastung, die als gesundheitsschädlich gilt. dw.com

Designierter US Außenminister für Klimaschutzabkommen: Bei einer Anhörung im US-Senat hat sich der designierte US-Außenminister Rex Tillerson dafür ausgesprochen, dass die USA beim Klimaschutz mitreden wollen. Er denkt, es sei wichtig, dass die USA ihren Platz am Tisch bei den Gesprächen über die Bedrohungen des Klimawandels behalten sollten, da sie eine weltweite Antwort erforderten. n-tv.de

Investitionen in erneuerbare Energien sinken weltweit: Die Investitionen in saubere Energie haben insgesamt abgenommen. Doch trotz sinkender Investitionen ist die zugebaute Leistung immer noch deutlich gestiegen. Ein Grund für den Rückgang der Investitionen liegt am Rückgang der Materialpreise in der Photovoltaik-Industrie. sonnewindwaerme.de

Mehr Geld fürs Klima Die Bundesregierung will die internationale Klimafinanzierung auf vier Milliarden Euro jährlich bis zum Jahre erhöhen. In diesen internationalen Finanzierungstopf sollen Gelder für die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit und Mittel der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums einfließen.  klimaretter.info

Stopp beim Kükenschreddern: Männliche Küken könnten ab diesem Jahr nicht mehr geschreddert werden. In dem neuen Verfahren wird das Geschlecht der Küken anhand von Lasertechnik noch vor dem Schlüpfen bestimmt. Lediglich die Eier mit weiblichen Embryonen werden dann weiter bebrütet. zeit.de

Buchtipp der Woche:  Europa in der Krise – Unter dem Eindruck des bevorstehenden Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union haben Edmund Stoiber und Bodo Hombach bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft um das gemeinsame Projekt Europa versammelt – darunter Sigmar Gabriel, Martin Schulz, Karl-Heinz Rummenigge, Elmar Brok, Ann-Kristin Achleitner, Gesine Schwan, Rolf-Dieter Krause u .v. a.. Die Frage, wie es nach dem Brexit mit Europa weitergehen soll, können derzeit weder die Wortführer in London noch die Verantwortlichen in Brüssel und Berlin beantworten. Sicher ist: Angesichts von Flüchtlingsströmen, Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und umstrittenen Finanzhilfen verliert das viel beschworene „größte Friedensprojekt der Geschichte“ immer mehr an Überzeugungskraft. tectum-verlag.de

CETA: Umweltausschuss im EU-Parlament gibt grünes Licht.  welt.de
Intelligente Stromzähler: Start verzögert sich. bizzenergytoday.com
Abgasbetrug: Fiat Chrysler ebenfalls unter Verdacht.  derstandard.at
Ladesäulen: Versorger und europäische Automobilkonzerne wollen Infrastruktur aufbauen. handelsblatt.com
Demo gegen moderne Landwirtschaft:  Am 21. Januar wollen Aktionsgruppen gegen die moderne Landwirtschaft protestieren. topagrar.com

WÖRTLICH GENOMMEN

„Der Bereich Landwirtschaft und Ernährung hat in Deutschland eine politische, ja manchmal eine ideologische Dimension gewonnen. Wie man isst und was man isst, das hat in unserem Land fast schon religiöse Züge. Ich halte das für nicht zielführend. Wie man sich ernährt, ist eine höchstpersönliche Entscheidung. „
Bundesagrarminister Christian Schmidt meint, dass der kürzlich veröffentlichte Ernährungsreport zeige, dass sich die Menschen durchaus gesund ernähren wollten. Die Realität sei doch aber, dass viele Berufstätige oft nicht dazu kämen. Die Befragungsergebnisse machten sehr deutlich, dass sich die Menschen beim Essen nichts vorschreiben lassen wollten. Das würde manchen Parteien oder Gruppen nicht gefallen, aber das sei nun mal so. Schmidt setzt auf Verbraucherinformation und bei Kindern und Jugendlichen zusätzlich auf Ernährungsbildung in der Schule. tagesspiegel.de

„In Deutschland haben wir in allen Bereichen der nachhaltigen Entwicklung Nachholbedarf. Wir haben ja die soziale Dimension, die wirtschaftliche Dimension und die Umweltdimension. Im sozialen Bereich haben wir in Deutschland immer auch noch ein großes Problem mit etwa zehn Prozent der Bevölkerung, die armutsgefährdet sind … Wir haben im Bereich der Wirtschaft ein Problem mit der Ressourcen-Produktivität. Wir schaffen es nicht, unsere Ressourcen-Effizienz deutlich zu erhöhen.“
Adolf Kloke-Lesch vom Sustainable Development Solutions Network meint,  dass es zunächst um uns selber, ums eigene Land gehen solle, aber auch darum, dass wir niemanden bei uns zurücklassen und dass wir besser mit unserer eigenen Natur im eigenen Land umgehen. Wir lebten auch auf Kosten des Planeten. Wir würden mehr planetare Ressourcen verbrauchen und wir überschritten die planetaren Grenzen. Und  wir würden etwa durch den Import von Futtermitteln große Flächen, große Wasservorräte in Entwicklungsländern verbrauchen. deutschlandradio.de

MEHR WISSEN

Feldhamster bedroht: Einst galten sie als Schädlinge, jetzt sind sie vom Aussterben bedroht. Die Feldhamster. Inzwischen kämpft man in Westeuropa  um den Erhalt der letzten Exemplare. In Deutschland sind viele Populationen ausgestorben. Das Sterben blieb lange nicht bemerkt. Nun ist es fast zu spät.  Allein in den letzten zehn Jahren haben sich das Verbreitungsgebiet als auch die Kopfzahlen des Feldhamsters in der EU etwa halbiert. nzz.ch

Windkraft hat Zukunft in Afrika: Afrikas Energiezukunft liegt in der Nutzung der Windenergie. Der Vorteil für den Kontinent: Da es bislang keine oder nur eine rudimentäre Infrastrukturen gibt, könnten die afrikanischen Länder ihre Projekte im Bereich erneuerbarer Energien sogar schneller und flexibler erweitern als es in entwickelten Ländern möglich wäre. spektrum.de

Zukunft der Arbeit: Auch in der Versicherungsbranche zieht die Digitalisierung ein. Gerade bei der Schadenbearbeitung wiederholen sich Vorgänge immer wieder. Diese sind mathematisch abbildbar und insofern digitalisierbar. Doch der Mensch wird seinen Selektionsvorteil nicht verlieren, Maschine befolgen nur das, was die Menschen ihnen an Aufgaben gibt. faz.net

Chasing Ice

Green Fashion: Auch beim Maßschneidern steigt die Nachfrage.  deutsche-handwerks-zeitung.de
Hong Kong: Weltweit Spitze bei Elektroschrott.  donaukurier.de
Indien: Stärkste Solaranlage der Welt steht in Kamuthi. augsburger-allgemeine.de
Philippinen: Protest gegen Entertainment-Unterwasserpark handelsblatt.com
Japan: Korallen sterben ab env.go.jp

DAS LETZTE:

Eingefroren und ein zweites Leben?  Der erste Mensch, der sich kurz nach seinem Tode einfrieren ließ, war James Bedford vor genau 50 Jahren. Um die   „Kryokonservierung“ – also das e Einfrieren – hat sich seitdem eine ganze Industrie entwickelt, die menschliches oder tierisches Gewebe, ganze Leichen oder abgetrennte Köpfe auf Eis legt in der Hoffnung, irgendwann, wenn die Technik oder die Wissenschaft so weit ist, diese Dinge wieder zum Leben erwecken zu können. heise.de

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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