NACHRICHTEN

Internationale Flüge ohne Emissionshandel: Der Flugverkehr ist einer der großen Klimakiller. Internationale Flüge, die in der Europäischen Union starten oder landen, sollen nach Willen der EU-Kommission auch weiterhin nicht in den Emissionshandel mit einbezogen werden. klimaretter.info , sueddeutsche.de

CO2 Bepreisung: Solange der Emmissionshandel nicht funktioniere, müssten nationale Lösungen wie eine CO2 Steuer her. Auf dem Neujahrsempfang des Bundesverbandes Erneuerbare Energien trat Robert Habeck, schleswig-holsteineinischer Umweltminister, dafür ein, die Stromsteuern zu senken oder abzuschaffen und im Gegenzug eine CO2-Bepreisung national einzuführen. Thomas Bareiß, Beauftragter für Energiepolitik der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion, wandte ein,  dass ein niedriger CO2-Preis, wie er sich seit Jahren im Europäischen Emissionshandel festgesetzt habe, auch seine Vorteile hätte. Je günstiger der CO2-Preis, desto günstiger die Energiewende. Er schloss jedoch nicht aus, dass ein Mindestpreis eventuell gebraucht würde, betonte jedoch, dass der Emissionshandel funktioniere und nicht kaputt geredet werden dürfte. erneuerbareenergien.de

30.220 Windräder werden in Deutschland bis 2018 stehen. Die zuständige Bundesnetzagentur verzeichnet einen Antragsboom für Windkraftanlagen. Der Grund, Investoren, die ihre Projekte bis zum 31.Januar 2017 angemeldet haben, fallen noch unter die alte Einspeisevergütung für Ökostrom nach dem alten EEG, wenn sie die Anlagen bis Ende 2018 ans Netz angeschlossen haben. welt.de

Sauerstoffverlust in den Meeren: In allen Meeren gibt es weniger Sauerstoff. Der Sauerstoffgehalt ist seit 1960 durchschnittlich um mehr als zwei Prozent gesunken. Das hat große Auswirkungen auf den Fischbestand in sowieso schon sauerstoffarmen, subtropischen Meere wie etwa den  Golf von Mexiko, aber auch für die Ostsee. fnweb.de

SUV´s beschleunigen Klimawandel: Kein großer Autoanbieter, der nicht ein SUV – Sport Utility Vehicle – offeriert. Die Fahrzeuge gelten als Cashcows der Konzerne, sind aber zugleich große Klimakiller. Im vergangenen Jahr konnte die deutsche Automobilindustrie in Deutschland ihren durchschnittlichen CO2 Ausstoß lediglich um  1,1 Prozent auf 127,4 Gramm verringern. Grund sind auch die großen Fahrzeuge, die als Energiefresser gelten. wiwo.de

Mehr Güter auf der Strasse: 2016 wurden 1,5  Prozent mehr Güter auf der Strasse transportiert, dagegen sank die von der Eisenbahn beförderte Menge im Güterverkehr um 1,6 Prozent. Auf deutschen Straßen werden rund 3,6 Milliarden Tonnen transportiert, die Mengen, die mit der Eisenbahn transportiert werden, liegen bei einem Zehntel – etwa 361 Millionen Tonnen.  220 Millionen Tonnen wurden mit dem Binnenschiff befördert. destatis.de

Gouverneure schreiben an Trump: 20 US Gouverneure haben in einem offenen Brief an US-Präsident Trum appelliert Photovoltaik und Windenergie weiter zu unterstützen. Die Gouverneure stellen vor allem  die wirtschaftlichen Vorteile der erneuerbaren Energien in den Vordergrund. iwr.de

Buchtipp der Woche: „Betongold“ – wie der Immobilienhype durch mein Wohnzimmer marschierte. Gentrifizierung ist eines der großen Themen der Metropolen. Häufig werden Mieter durch sogenannte Modernisierungsankündigungen aus ihren Wohnungen gedrängt. Katrin Rothe hat nun ein Buch über dieses Thema geschrieben. Die Autorin schreibt darüber, wie Investoren alle Register ziehen, um Mieter aus dem Haus zu treiben und die geplante Luxussanierung und Umwandlung in Eigentumswohnungen durchzuführen. Obwohl die Hausbewohner beschließen zu bleiben um für ihre Wohnungen zu kämpfen, ziehen einige doch aus, weil sie dem Druck nicht standhalten wollen oder können. Dabei schildert die Autorin  Katrin Rothe  ihrer Entmietung und ihrer Politisierung, als sie bemerkt, dass sie Teil eines großen Verdrängungsprozesses ist, der in vielen Städten stattfindet. christoph-links-verlag.de

Bundesumweltministerium: Nur noch vegetarische Bewirtung der Gäste spiegel.de
Avocados: Gesund, aber fatal für die Umwelt  stern.de
Care Energy:  Insolvenzantrag gestellt  nordkurier.de
Software: Manipulationssoftware für LKWs schaden der Umwelt sueddeutsche.de
Tabakwerbeverbot: Still und leise von der Tagesordnung  tagesschau.de
OPEC: Schummeln bei den Ölmengen welt.de
Pedelec Akkus: Brandgefahr bei unsachgerechter Akku-Lagerung n-tv.de
Ritter Sport: Nachhaltigkeitsziele vorzeitig erreicht fair-economics.de

WÖRTLICH GENOMMEN

„Man kann sich schon darüber wundern, wenn Leute, die sich ökologisch sinnvoll ernähren wollen, jetzt im Februar unbedingt jeden Tag frische Tomaten und Gurken essen wollen. Da ist klar, dass diese Gemüsearten im Winter entweder von weit her nach Deutschland transportiert werden oder mit hohem Energieaufwand in künstlichen Umwelten aufgezogen werden müssen.“
Eckhard George, Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ), die Gemüsekrise in Deutschland und Großbritannien wurde durch eine Kältewelle in Südeuropa hervorgerufen. Inzwischen kosten in Deutschland einige Gemüsesorten bis zu dreimal mehr als im vergangenen Jahr. Etwa Schlangengurken aus Griechenland, spanische Gurken hat sich im Preis nahezu verdoppelt. Auch Auberginen, Paprika, Tomaten und Zucchini haben deutlich im Preis zugelegt. faz.net

Wir müssen in Deutschland die Digitalisierung als Chance sehen und nicht als Bedrohung. Dafür müssen wir dringend Aus- und Weiterbildungsangebote an die digitale Arbeitswelt anpassen. Außerdem gilt es, die digitale Innovationskraft der Unternehmen und ihre Arbeitsplätze zu erhalten und zu steigern – auch über eine verbesserte steuerliche Forschungsförderung. Wenn uns das gelingt, profitieren Arbeitnehmer und Beschäftigungssuchende von der Digitalisierung. Darüber hinaus dürfen wir nicht vergessen, dass eine Robotersteuer faktisch zu doppelter Besteuerung führt. Denn sowohl der mit Roboterhilfe geschaffene Mehrwert als auch die dank höherer Produktivität größeren Gewinne werden schon besteuert – durch Umsatzsteuer und Ertragsteuern. Wenn wir Roboter bei uns durch Steuern ausbremsen, dann wandern Arbeitsplätze und Gewinne in das Ausland ab. Das kann nicht unser Weg sein.“
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Roboter würden in der Produktion immer mehr Aufgaben übernehmen. Die Angst bei vielen Beschäftigten sei daher groß, dass diese Entwicklung zu Lasten der Arbeitsplätze gehe. Über Steuern zu versuchen, die Digitalisierung aufzuhalten, sei aber der falsche Weg.  focus.de

MEHR WISSEN

Green Bonds sind stark gefragt: Weltweit wächst der Markt für «Green Bonds». Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Rating-Agentur Moody’s Papiere mit einem Wert von 93,4 Mrd. Dollar ausgegeben, eine Verdoppelung zum Vorjahr. 2017 könnte die 200 Milliarden marke geknackt werden. nzz.ch

Arbeitsmodelle: Das sogenannte ‚Normalarbeitsverhältnis‘ in den westlichen Industriestaaten, löst sich zunehmend auf, ist aber sowohl aus der globalen Perspektive, als auch historisch betrachtet eher die Ausnahme als die Regel.  geschichtedergegenwart.ch

Bio und Fair Trade: Bio und Regional, das ist die Ernährung für die Menschen, die sich Umweltkonform ernähren möchten. Bei Importen legen sie Wert auf  eine nachhaltige Transportkette und faire Bedingungen bei der Herstellung. Mit einigen Labels wird inzwischen jedoch auch Geld zu lasten der Umwelt verdient.  cicero.de

Weltweite Windenergie: Der erste Rückgang beim Zubau in diesem Jahrtausend bizz-energy.com
China: Stahlwerke produzieren mehr Stahl als zugesagt faz.net
USA: Klimaskeptiker Scott Pruitt als US-Umweltbehördenchef bestätigt rp-online.de
Wintersportsaison: Durch Klimawandel immer kürzer nzz.ch

KALENDER

„Nominierungsrunde 2017 für Nachhaltigkeitspreis der Bundesvereinigung Nachhaltigkeit endet am 31.03.2017.
Noch bis zu diesem Datum können Nominierungen online übermittelt werden in den Kategorien Gesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Ein Überblick über die bisher Nominierten findet sich auf der Webseite: http://nachhaltigkeit.bvng.org/nachhaltigkeitspreis/

„LiveLife Berlin“ Ausstellung: Elefanten: 93 Prozent, Nashörner: 94 Prozent, Löwen: 97 Prozent. Um diese Quoten sind diese Wildtierbestände in den letzten 100 Jahren geschwunden. Laut Global Trees sind 9.600 Baumarten vom Aussterben betroffen. 183.000 Vögel sterben täglich in den USA durch Pestizide. Natur und Umwelt sind in Gefahr! Dieses Thema und der Erhalt der Schönheit der Natur stehen im Mittelpunkt von „LiveLife Berlin“. Neun KünstlerInnen aus Aserbaidschan und Deutschland: Bildende Künstler, Fotografen, Video- und Installationskünstler wollen mit ihren Kunstwerken zum Nachdenken über die Zukunft der Erde anregen. Galerie Berlin Baku – noch bis zum 15.3.2017 galeriebb.de

DAS LETZTE:

Flammenwerferdrohne entfernt Müll: In China werden offensichtlich Drohnen eingesetzt, die mit Hilfe eines Flammenwerfers Müll und Verunreinigungen von Stromleitungen entfernen.  

 

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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