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drift-ice-3048163_640 FAIReconomics Newsletter KW 40 NACHRICHTEN: Sonderbericht des IPCC über Ozeane und Eisschilde, Klimabericht Zahlen weg, Merkel widerspricht Greta, AfD gegen Klimawandel, Newsletter

Sonderbericht des IPCC über Ozeane und Eisschilde: Wenn es nicht gelingt, die CO₂-Emissionen zu begrenzen, werden die Folgen schon sehr bald dramatisch sein, so der Sonderbericht des Weltklimarats IPCC über Ozeane und Eisschilde. Der Fokus liegt dabei auf dem Meeresspiegelanstieg. Da sich der Anstieg in den vergangenen Jahren um vier Millimeter pro Jahr beschleunigt hat, mussten die Prognosen angepasst werden. Sollten die Emissionen weiter ungebremst ansteigen, so haben Forscher errechnet, wird es zu einem An­stieg von wahrscheinlich 0,61 bis 1,10 Meter im Vergleich zur Periode von 1986 bis 2005 kommen. Allerdings sind auch Werte von etwa zwei Metern möglich. Das kommt darauf an, wie sich die großen Eisschilde auf Grönland, in der Arktis und der Antarktis entwickeln. Nur noch radikale Maßnahmen können einige der schlimmsten Folgen der globalen Erwärmung noch abwenden. Aktuelle Auswirkungen für Deutschland: Die fortschreitende Erderwärmung stellt den Erhalt des Naturerbes Wattenmeer an der deutschen Nordseeküste in Frage. Darauf wies die Präsidentin des Umweltbundesamts, Maria Krautzberger, hin. faz.net , sueddeutsche.desz.de , afp.de

Zahlen der Ministerien gestrichen: Im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung für 2030 sollten die Ministerien jede einzelne Maßnahme genau beschrei­ben. Gefragt war nach Einzelmaßnahmen und deren Einsparungen, die dem Klimaschutz zu Gute kommen. Alle Zah­len zu den geplanten Maßnahmen wurden in dem aktuellen Bericht der Bundesregierung gestrichen, denn sie waren Streitpunkt innerhalb der GroKo. Doch ohne Zahlenwerk wird sich kaum überprüfen und nachvollziehen lassen, ob einzelne Maßnahmen die Erfolge bringen werden. Ohne Fakten ist auch die Überprüfung schwierig, wie die Verminderung des CO2 Ausstoßes auf die knapp 300 Millionen Tonnen gewährleistet werden soll. sueddeutsche.de

33 Prozent Umsatzplus verbuchen die deutschen Sägewerke binnen zehn Jahren. Allein im trockenen Jahr 2018 setzte die Branche acht Prozent mehr um als im Vorjahr. Damit überstieg der Umsatz im außergewöhnlich warmen Jahr 2018 erstmals die Sechs-Milliarden-Euro-Marke. Wegen Umweltschäden durch Wasserknappheit und Hitze wurden im vergangenen Jahr viele Fichten und Kiefern gefällt – diese und andere Nadelbäume leiden besonders unter der Trockenheit und werden somit anfälliger für Schädlinge wie den Borkenkäfer. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 65 Millionen Kubikmeter Holz geschlagen. destatis.de

Atomenergie ist nicht geeignet als Lösung für den Klimawandel: Die hohen Kosten und die zu lange Bauzeit machen Atomkraftwerke überflüssig, um fossile Energieträger zu ersetzen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle World Nuclear Industry Status Report (WNISR). Neben der CO2-Bilanz seien auch Baukosten und -zeit entscheidende Argumente im Einsatz gegen den Klimawandel. Solarenergie und Windräder sind klimaeffektiver als Atomkraftwerke der neusten Generation, schon weil sie günstiger herzustellen sind. heise.de, worldnuclearreport.org

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Nationaler Waldgipfel in Berlin: Die Bilanz am Ende dieses Jahren: 110.000 Hektar Waldfläche werden 2018/2019 in Deutschland vertrocknet sein. Bis zum Ende des Jahres rechnet der Bund der deutschen Forstleute sogar mit einem Anstieg bis zu 250.000 Hektar. Landwirtschaftsministerin Julia Köckner hat auf dem Gipfel ein 11-Punkte-Papier mit Maßnah­men präsentiert, wie akute Schäden bewältigt, zerstörte Flächen wiederbewaldet und die An­passungs­fähigkeit an den Klimawandel gestärkt werden können. 500 Millionen Euro stellt die Landwirtschaftsministerin dafür in Aussicht. Dem Präsidenten der Waldeigentümer fordert 2,3 Milliarden Euro.  zdf.de tagesschau.de bmel.de (Eckpunktepapier)

Merkel widersprich Greta:  Am Rande der UN-Vollversammlung widersprach Bundeskanzlerin Angela Merkel der Klimaaktivistin  Greta Thunberg.  Greta hatte beim vorangegangenen UN-Klimagipfel unter anderem kriti­siert, dass Politiker glaubten der Klimakrise allein durch technischen Lösungen in den Griff zu bekommen. Merkel sei „nicht ausrei­chend“ zum Aus­druck gekommen, „in welcher Weise Technologie und Innovation gera­de im Energie­be­reich, aber auch im Energiesparbereich uns Möglichkeiten eröffnen, die Ziele zu er­rei­chen.“ Letzte Woche wurde darüber hinaus bekannt, dass die schwedische Aktivistin einen der vier Alternati­ven Nobelprei­sen erhält. Das erklärte die schwedi­sche Right Livelihood Award Stiftung.  „Mit Greta Thunberg ehren wir eine der einflussreichsten Vertreterinnen der Zivilgesellschaft weltweit und weisen gleichzeitig auf die Kraft eines jeden Menschen hin, politisch etwas zu verändern“, be­grün­dete der Direktor der Stif­tung die Entscheidung. Weitere Preisträger sind Davi Kopenawa, Sprecher der Yano­ma­mi, ein indigenes Volk in Brasilien. Außerdem unter den Preisträgern: die chinesische Frauen­rechts­an­wältin Guo Jianmei und die Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar, die seit mehr als dreißig Jahren für die Unabhängigkeit der Sahrauis in der Westsahara kämpft. welt.de zeit.de

AfD und der Klimaschutz: Die AfD will sich künftig verstärkt auf den Protest gegen die Klimaschutzpolitik konzentrieren. Nach dem Euro und der Zuwanderung sei dies „das dritte große Thema für die AfD“, so Parteichef Alexander Gauland, hier habe die Partei ein „Alleinstellungsmerkmal“. Alle anderen Parteien würden „den Irrsinn mitmachen“, den die schwedische Klimaschutz-Aktivistin Greta Thunberg anheize. Die maßlosen Vorhaben der Bundesregierung seien völlig ineffektiv, weil Deutschland nur für zwei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich sei. Zwar ändere sich das Weltklima, aber dass der Mensch dabei durch CO2-Emissionen eine wesentliche Rolle spiele, sei „zumindest umstritten“. welt.de

BUCHTIPP DER WOCHE:

Bildschirmfoto-2019-09-29-um-17.58.01-300x210 FAIReconomics Newsletter KW 40 NACHRICHTEN: Sonderbericht des IPCC über Ozeane und Eisschilde, Klimabericht Zahlen weg, Merkel widerspricht Greta, AfD gegen Klimawandel, Newsletter Die Kommunikationsstrategien entwickeln 111 Tools  – ready-to-use.
Immer wieder brauchen NGOs oder Bürgerinitiativen die richtigen Tools für die Kommunikation. In diesem Handbuch werden die wichtigsten Maßnahmen, dabei fängt alles mit der richtigen Strategie an. Das Buch liefert 111 Tools für alle Stufen der Strategieentwicklung. Ganz gleich ob Jahresstrategie oder Entscheidungsvorschlag für ein Maßnahmenpaket, externe, interne oder Marketingkommunikation, Social-Media-Konzept oder Change-Projekt: Für alle diese Aufgaben stehen die Werkzeuge für den Strategieprozess bereit.Die Tools sind in der Praxis erprobt und ermöglichen einen einfachen Einstieg in die Strategieentwicklung. Sowohl einzeln als auch in Workshops einsetzbar. schaeffer-poeschel.de

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CDU: Union verliert nach Klimapaket an Zustimmung. handelsblatt.com
CDU II: Will EEG abschaffen. n-tv.de
Grüne: Mahnen Nachbesserungen bei Verpackungsgesetz an. afp.com
Österreich: Vier Tage vor der gestrigen Wahl hat der Nationalrat den Klimanotstand ausgerufen. tagesschau.de
Frankreich: Brand in Chemiefabrik. stuttgarter-zeitung.de
Streit über Insektenschutz: Bauernverband und zuständiges Ministerium zoffen sich. deutschlandfunk.de
Podcast: WDR und SWR setzen streitbaren „Willkommen in der Klimazone“ ab. taz.de
Russland: Betritt zum Pariser Klimaschutzabkommen. mdr.de
Klimapaket: Was passiert mit der Erneuerbaren Energien nach dem Auslaufen des EEG? sonnenseite.com
DIHK: Nachforderung beim Gesetz für Kohleregionen. afp.com

MOBILITÄT:

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Wie die Deutschen sich bewegen: Wie bewegen sich eine Pendlerin, ein Berater, ein auf dem Lande wohnender älterer Mann, eine berufstätige Mutter und eine Studentin? Mit Hilfe einer App wurden ihre Bewegungsdaten aufgezeichnet – das Ergebnis: Die Wirklichkeit sieht anders aus als die gedachte Verkehrswende. zeit.de

Elektromobilität kostet 125.000 Jobs: Der Ausbau und der Umstieg auf die Elektromobilität wird bis 2030 mehr als 100.000 Arbeitsplätze kosten. Erstes Zeichen dieser Entwicklung konnte man diese Woche bei Continental beobachten, der ankündigte, dass in den kommenden zehn Jahren bis zu 7000 Jobs in Deutschland wegfallen oder verlagert werden. Experten sehen hier lediglich einen Anfang eines massiven Einbruchs der Beschäftigung in der deutschen Automobilindustrie. welt.de , tagesspiegel.de

Daimler: 870 Millionen Euro Bußgeld wegen des Dieselskandals. svz.de
Oslo: Tankstelle umgebaut zur reinen Ladestation für e-Fahrzeuge.  t3n.de
Klimapaket: Pendlerpauschale begünstigt in erster Linie Autofahrer.  spiegel.de
Milliarden für die Bahn: Wo das Geld investiert werden soll. welt.de
Busse und Bahnen: Nahverkehr wird teurer. wiwo.de
Schienen: Weisse Gleise als Schutz vor dem Klimawandel? sueddeutsche.de

LETZTE WOCHE IM BUNDESTAG

Bessere Förderung von e-Dienstwagen:  Die Bundesregierung will eine nachhaltige, bezahlbare und klimafreundliche Mobilität fördern. Dabei soll die Elektromobilität einen zentralen Baustein für eine zukunftsgerechte Fortbewegung darstellen, heißt es in dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (19/13436). Darin schreibt die Regierung, dass die Maßnahmen zu steuerlichen Förderung der Elektromobilität einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Umweltverträglichkeit des Personen- und Güterverkehrs leisten würden. Durch eine Vergrößerung des Anteils von Elektroautos könne eine maßgebliche Reduzierung von Emissionen und Schadstoffbelastungen durch den Straßenverkehr bewirkt werden.

Anpassung der Düngeverordnung: In Gesprächen der Bundesregierung mit der EU-Kommission ist deutlich geworden, dass die im Jahr 2017 überarbeitete Düngeverordnung nicht allen Kritikpunkten des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) nachkommt und Anpassungen nötig sind. Dies teilt die Regierung in ihrer Antwort (19/12902) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/12451) mit. Darin hatte sich die Fraktion erkundigt, wie sich die Bundesregierung bei der Umweltministerkonferenz (UMK) am 10. Mai 2019 in Hamburg in der Diskussion zur Wirkung der Düngeverordnung positioniert hat. In ihrer Vorbemerkung weist die Bundesregierung darauf hin, dass Beratungen der UMK nichtöffentlich seien. Konkrete Minderungsmaßnahmen seien bei der UMK nicht diskutiert worden, schreibt die Regierung weiter.

Grüne wollen Klimaneutralität:  Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat sich für sektorübergreifende Maßnahmen auf dem Weg zu einem klimaneutralen Deutschland ausgesprochen. In einem Antrag (19/13538) heißt es, Deutschland sei nicht auf dem Kurs Richtung Klimaneutralität, sondern auf Abwegen. Das Klimaziel für das Jahr 2020 werde gerissen und für die Jahre 2021 bis 2030 seien für das Verfehlen der Klimaziele in den Sektoren „Verkehr“ und „Gebäude“ europäische Strafzahlungen in Milliardenhöhe zu erwarten. Die Fraktion fordert daher unter anderem, ein Klimaschutzgesetz einzuführen, den Klimaschutz im Grundgesetz zu verankern, den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzubringen und den Mieterstrom für Solarstrom zu stärken. Auch im Bereich Verkehr müsse eine Wende eingeleitete werden. So fordert die Fraktion, einen Deutschlandtakt bundesweit einzuführen, damit die Bahn eine attraktive Alternative zum Straßenverkehr werde. Auch sollen Schienennetze reaktiviert und der Neubau im Bahnsektor vorangetrieben werden. Zudem fordern die Abgeordneten, emissionsfreie Fahrzeuge durch eine „Bonus-Malus-Regelung“ in der Kfz-Steuer, die die Kaufprämie ersetzen soll, festzuschreiben.

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Kerosinsteuer: Die Energiesteuerbefreiung für Kerosin für den innerdeutschen gewerblichen Flugverkehr soll stufenweise abgeschafft werden. Der für Kerosin bereits festgesetzte Steuersatz soll schrittweise eingeführt werden, heißt es in einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/13078), in dem die Bundesregierung weiter aufgefordert wird, sich für eine schrittweise EU-weite Einführung der Energiesteuer für Kerosin einzusetzen. Damit sollen auch gewerbliche Flüge zwischen allen EU-Mitgliedstaaten besteuert werden. Auch die Umsatzsteuerbefreiung für inländische Streckenabschnitte des internationalen Luftverkehrs soll gestrichen werden.

Experten sehen CO2 Einstiegspreis als zu niedrig an: Der von Klimakabinett vorgeschlagene Einstiegspreis für die CO2-Bepreisung von zehn Euro pro Tonne ist aus Sicht von Experten zu niedrig. Das wurde während eines öffentlichen Fachgespräches des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung zum Thema „Mögliche CO2-Bepreisungs-Modelle“ am Mittwochabend deutlich. Der Preis sollte bei 35 bis 50 Euro pro emittierte Tonne CO2 liegen, um die gewünschte Lenkungswirkung erreichen zu können, hieß es aus den Reihen der geladenen Sachverständigen. bundestag.de

Abwässereinleitung: Die FDP-Fraktion erkundigt sich in einer Kleinen Anfrage (19/13376) nach der Einleitung ungeklärter Abwässer in deutsche Gewässer. Die Abgeordneten wollen unter anderem erfahren, wie viele Großstädte in Deutschland sogenannte „gemischte“ Abwassersysteme, bei denen keine Trennung von Schmutz- und Oberflächenwasser stattfindet, betreiben. Auch möchte die Fraktion wissen, welches Volumen und an wie vielen Tagen ungeklärte Abwässer von Großstädten in deutsche Gewässer eingeleitet wurden.

WÖRTLICH GENOMMEN

„Damit diese Gasmenge wirklich grün ist, müssen die dafür nötigen Elektrolyseure auch mit grünem Strom laufen. Wenn bei ihrer Produktion hingegen Kohlestrom mit hohen CO2-Emissionen genutzt wird, hilft dieser Wasserstoff dem Klimaschutz nicht, sondern befeuert die Klimakrise.“
Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation von Greenpeace Energy, Deutschland müsse massiv auf erneuerbaren Wasserstoff setzen, um seine Klimaziele zu erreichen. Demnach werde in einem künftig vollständig erneuerbaren Energiesystem der Bedarf an erneuerbar produziertem Wasserstoff und daraus hergestellten Treibstoffen mit 1.089 Terawattstunden (TWh) im Jahr höher sein als der Bedarf an grünem Strom mit 959 TWh. Heute liege der Stromverbrauch bei 596 TWh. Hier setze die Bundesregierung mit ihrem Klimaschutzpaket gerade völlig falsche Signale. Zwar wolle sie endlich Wasserstoff fördern, zugleich vernachlässige die Politik sträflich den Ausbau der Wind- und Solarenergie. Wenn wir mehr grüne Gase wollten, bräuchten wir auch viel mehr erneuerbare Energien. Da müsse das Klimakabinett dringend nachbessern. greenpeace-energy.de

Ich begrüße sehr die Bemühungen der Europäischen Kommission, einen Plan für eine nachhaltige Finanzierung vorzulegen, der eine grüne Taxonomie beinhaltet und eine bessere Definition beispielsweise dessen bietet, was man als grüne Anleihe bezeichnet. Im Hinblick auf grüne Anleihen waren wir der wichtigste Treiber für die Prinzipien der grünen Anleihen. Letztendlich können wir nicht einfach ein weißes Papier nehmen, es grün anmalen und es Investoren präsentieren, die wir für unsere Projekte gewinnen möchten. Sie müssen genau wissen, was wir mit diesen grünen Anleihen finanzieren. Diese Bemühungen müssen aber auch auf globaler Ebene erfolgen. Die Europäische Union muss weiterhin an der Spitze stehen
Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank, es bestehe kein Zweifel daran, dass einige Regionen oder Länder vom Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft stärker betroffen sein würden als andere. Einige Länder seien nach wie vor stark von fossilen Brennstoffen abhängig, nicht nur für ihre Energieversorgung oder Energiesicherheit, sondern auch für Arbeitsplätze und Wachstum. Sie seien skeptisch und zögerlich. Er unterstütze einen gerechten und fairen Übergang voll und ganz.  Wenn man diesen Übergang jetzt nicht vollziehe, bestehe die Gefahr, dass man eines Tages auf gestrandeten Anlagen mit einer wirtschaftlichen Lebensdauer von 25, 35 oder sogar 40 Jahren sitzen werde. euractiv.de

MEHR WISSEN

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Gletscherrückgang am MontBlanc: Um sechs Meter haben die Gletscher innerhalb eines Jahres am MontBlanc abgenommen, vor  30 Jahren waren es nur etwa 4,50 Meter im Jahr. Forscher von der Universität Grenoble verbringen alljährlich eine Woche auf dem Gletscher Argentière. „Wir sind jedes Mal schockiert, wenn wir ein Jahr später wie­der herkommen, wie sehr der Gletscher geschrumpft ist“, so der Leiter der Forschergruppe. heute.de

Superdeiche: Auch die deutsche Nordseeküste ist vom Meeresanstige bedroht. Viele Millionen Euro sind sowohl an der Nordsee, als auch an der Ostsee in den Deichbau geflossen. Diese „Su­per­deiche“ haben eine breite­re Basis und verfügen über eine geringere Neigung an den Seiten. Sie sollen he­ran­­rollenden Wellen so die Kraft nehmen.Bei Bedarf lassen sie sich auch weiter aufstocken. Das Umweltbundesamt und führende Meeresforscher wollen nun jedoch „natur­na­he Lösungen“ stärker einzubezie­hen – wie Sandvorspülun­gen, die Schaffung von küstennahen Überflutungsräumen oder von Salz- und Seegraswiesen, die gegen die Küstenerosion wirken. Dies solle „stärker im Vordergrund stehen als immer höhere und breitere Deiche“. klimareporter.de

Quinoa – Superkorn: Die Quinoasamen sollen jede Menge Energie besitzen. Das Interessante: Quinoa ist glutenfrei und ent­hält weniger Kohlenhydrate als klassisches Getreide oder Reis. Experten empfehlen es ls gut für den Darm verträglich, weil Quinoa reich an Ballaststoffen ist. Wer etwas für seine Ökobilanz tun will,  sollte darauf achten, woher das Quinoa stammt, es wächst beispielsweise auch im Münsterland. wdr.de

Glücksmomente: Der Achtsame findet das Glück überall. dw.com
Jagd: Für den Waldschutz und den Waldumbau. klimareporter.de
Architektur: Erstmals klimapositives Gebäude ausgezeichnet. deal-magazin.com
Regenwald: Brasiliens Präsident kämpft gegen die Wissenschaft. spiegel.de
Palmöl: Die Herstellerländer kämpfen gegen das Verbot von Palmöl in Europa. handelsblatt.com

DAS LETZTE:

Anspruch und WirklichkeitEigentlich, ja eigentlich, sollten fünf LKW mit Stromabnehmern an der Autobahn A5 Daten sammeln, um Chancen für den elektrifizierten Güterverkehr zu sammeln, doch nach fünf Monaten sind es lediglich zwei Lastwagen, die unterwegs sind. Von Elektro-Highway ist eher wenig zu merken. Bei dem Projekt zur Bereitstellung der Fahrzeuge sei es zu Verzögerungen gekommen. Die letzten drei Lkw sollten nun im Februar, März und Juni 2020 in Betrieb genommen werden. heise.de

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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