Allen Betrieben, die sich den FAIRsicherungsläden angeschlossen haben, ist gemeinsam, dass sie eine ethische Grundausrichtung der Fairness im Umgang untereinander und mit den Mandantinnen und Mandanten haben.

Seit 25 Jahren stellen die Fairsicherungsläden die Branche auf den Kopf.  Faire Versicherungsvermittlung – gibt es das? Seit über 25 Jahren beweist der Verbund der Fairsicherungsläden eG, dass sich der etwas andere Umgang mit dem Produkt „Versicherung“ für den Verbraucher lohnt.

Die heute bundesweit insgesamt 37 Fairsicherungsläden legen vor allem Wert auf Beratung und schneidern leistungsstarke und gleichzeitig preiswerte Versicherungen passgenau auf die individuellen Bedürfnisse ihrer über 80.000 Mandanten zu. Einst als Latzhosenträger belächelt, haben sich die Fairsicherungsvermittler zur wirtschaftlich erfolgreichen Größe innerhalb der Versicherungsbranche gemausert.

Die Kernthemen der linken Szene der 1980 und 1990-er Jahre – Frieden und Ökologie – waren nicht nur der Nährboden des ersten deutschen grünen Außenministers. Auch bärtige Männer in farbigen Hosen machten sich bereit, um ein höchst konservatives Terrain neu zu bestellen: die Versicherungsbranche. Fair, informativ, ungezwungen und ohne aggressive Werbung sollte es in den frisch gegründeten „Fairsicherungsläden“ zugehen, um Naturkostläden, Fahrradläden, selbstverwaltete Betriebe und Intellektuelle aus der linken Szene zu versichern. Was einst in einer Nische entstand, hat sich heute – ein Vierteljahrhundert später – zu einem flächendeckenden Netz von fairen Versicherungsmaklern entwickelt. So feierte der Verbund der Fairsicherungsläden eG im  September 2014 sein 25jähriges Jubiläum.

Trotz diverser Initiativen des Gesetzgebers, den administrativen Aufwand des Versicherungsmaklers zu erhöhen und damit die Verdienstmöglichkeiten zu verringern, schaut der Verbund zu sammeln mit seinen Mitgliedern dennoch optimistisch in die Zukunft, weil er sich auf seine treuen Mandantinnen und Mandanten verlassen kann.

Ethisch, fair und bedarfsgerecht

Heute gibt es 37 Fairsicherungsläden und –büros verteilt auf ganz Deutschland, die über 80.000 Mandantinnen und Mandanten betreuen. Allen Betrieben gemeinsam ist die ethische Grundausrichtung der Fairness der Büros im Umgang untereinander und mit den Mandantinnen und Mandanten. Alle Büros sind als Versicherungsmakler eingetragen und arbeiten unabhängig nur im Auftrage ihrer Mandanten. Sie heben sich damit vom Versicherungsvertreter ab, der nur im Auftrag eines Versicherungsunternehmens tätig ist.

Faire Versicherungsmakler betreuen ihre Mandanten von A – Z

Die Arbeit des fairen Versicherungsmaklers ist sehr vielfältig und umfasst neben der Beschäftigung mit den privaten und gewerblichen Versicherungsparten wie Haftpflicht-, Hausrat-, Berufsunfähigkeitsversicherung, Betriebsunterbrechungsversicherung auch die verschiedenen Lebensumstände, wie z.B. Familie mit Kindern, Studium, Existenzgründung, Ruhestand. Dies bedarf einer genauen Kenntnis vieler Gesetze und Sozialversicherungen. Seine Aufgaben der umfänglichen Beratung kann der Versicherungsmakler nur leisten, wenn er regelmäßig Zeit für die Weiterbildung und Marktrecherchen verwendet, Vergleichsprogramme bezieht und dem mit der Vermittlung umfangreichen Verwaltungsapparat unterhält. Das ist nur möglich, wenn die Mandantinnen und Mandanten mit ihrem gesamten Versicherungsprogramm zum Versicherungsmakler gehen und nicht nur mit der Reisegepäckversicherung.

Nur die erfolgreiche Vermittlung wird honoriert

Das Geschäft der Versicherungsmakler ist in Deutschland so organisiert, dass der Versicherungsmakler von seinem Mandanten den Auftrag bekommt eine leistungsstarke und gleichzeitig preiswerte Versicherung für seine individuellen Bedürfnisse zu suchen. Er muss außerdem auf Risiken aufmerksam machen, die sein Mandant vielleicht gar nicht sieht. Kommt der Versicherungsabschluss dann nach der Beratung zu Stande, dann erhält der Versicherungsmakler eine Courtage von demjenigen Versicherungsunternehmen, bei dem die Versicherung platziert wird. Das ist eigentlich eine paradoxe Situation, weil der verantwortungsvolle Makler gegebenenfalls einen Rat gegen seine wirtschaftlichen Interessen geben muss.

Hohe Kundenzufriedenheit, keine Akquise

Die Idee des fairen kaufmännischen Handelns, die ursprünglich ideologisch begründet war, hat sich schon lange auch als wirtschaftlich erfolgreich herausgestellt. Fairsicherungsläden und -büros sind zwar nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet, sie haben aber wegen einer sehr hohen Kundenzufriedenheit einen regen Zulauf. Über 90 Prozent aller Mandantinnen und Mandanten kommen aufgrund einer Weiterempfehlung oder fragen bei einem Umzug nach dem ortsansässigen Fairsicherungsladen oder -büro. Die Genossenschaftsmitglieder können deshalb auf Werbung nahezu verzichten. Der zeitliche und finanzielle Aufwand für die Akquise entfällt. Fahrzeiten zu den Mandanten entfallen ebenfalls meistens. Diese Ersparnisse können  in Beratungszeit und Weiterbildung investiert werden. Vermittler, die lange Anfahrtszeiten zu Ihren Kunden in Kauf nehmen müssen, haben allein schon den Druck die damit verbundenen Kosten wieder einzuspielen.

„In der Zukunft wollen wir uns im umkämpften Versicherungsmarkt, der sich auch schon deutlich ins Internet verlagert hat, mit individueller Beratung weiter etablieren.“ sagt Peter Sollmann, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft. „Dazu sollen auch neue Genossenschaftsmitglieder aufgenommen werden“.

Ihre Ansprechpartner:

Rolf Peter Sollmann, Vorstandsvorsitzender       Peter.Sollmann@fairsicherung.de   Tel.: 0201 810 999 0

Angela Petig,  Vorstand  Angela.Petig@fairsicherung.de    Tel.: 0157 324 79179

Hans Anton Schmidt,  Pressesprecher     Hans.Schmidt@fairsicherung.de   Tel.: 0177 5966 500

 

Über den Verbund der Fairsicherungsläden EG:

Im Jahre 1989 gründeten einige Versicherungsmakler aus der alternativen Szene die erste Genossenschaft für Versicherungsmakler, den „Verbund der Fairsicherungsläden EG“, um unabhängig, gemeinsam und organisiert die Dienstleistung „Versicherungsvermittlung“ positiv zu besetzen, in einer Branche, die schon immer mit Imageproblemen zu kämpfen hatte.

Die  Kundeninteressen sollten im Mittelpunkt stehen. Telefonakquise, die damals noch üblich war, aggressive Werbung und das Drängen auf den Versicherungsabschluss waren verpönt. Die Kunden sollten individuell und intensiv beraten und betreut werden und  vor einem Versicherungsabschluss genügend  Zeit haben, ihre Entscheidung genau zu überdenken. Die Beratung fand in den jeweiligen Fairsicherungsläden und –büros statt und nicht an der Haustür oder im Wohnzimmer. Das ist bis heute so geblieben.

Diese Aufgaben können natürlich nur Versicherungsmakler erfüllen. Sie arbeiten unabhängig, sind an kein Versicherungsunternehmen gebunden und per Gesetz ausschließlich im Auftrag ihrer Mandantinnen und Mandanten tätig. Sie bilden das Gegenstück zu den in den 90-er Jahren in der Überzahl vorhandenen Versicherungsvertretern, die  – oft als Angestellte – weisungsgebunden und abhängig nur für ein einziges Versicherungsunternehmen arbeiten.

Aufgaben der Genossenschaft 

Die Genossenschaft hat die Aufgabe den Informationsaustausch, die Weiterbildung und das kooperative Arbeiten der Büros untereinander und die gemeinsame Entwicklung von neuen Produkten und Ideen zu organisieren. Sie unterhält einen Pool von Versicherungsgesellschaften, für die die Mitglieder Versicherungsverträge vermitteln können, ohne mit jeder einzelnen Gesellschaft einen Vertrag schließen zu müssen. So ersparen sich die Mitglieder die Verhandlungen mit dutzenden von Gesellschaften und können auch mit denjenigen Gesellschaften zusammen zu arbeiten, mit denen eine individuelle Zusammenarbeit kaum möglich wäre, weil vielleicht nur ein oder zwei Verträge pro Jahr vermittelt werden. Die Genossenschaft koordiniert Anfragen von Interessenten.

Über die Genossenschaft können Softwarelösungen und Materialien sowie eine Kundenzeitung bestellt werden. Sie bietet eine Internetplattform für Nachrichten und den internen Informationsaustausch an.

Außerdem übernimmt die Genossenschaft den Schutz des Namens. Die Namen „Fairsicherung“ und „Fairsicherungsladen“ und andere wurden z.T. schon vor der Genossenschaftsgründung als Marke eingetragen. Bis heute gibt es immer wieder Plagiatoren, die den Namen unrechtmäßig nutzen. Dem muss die Genossenschaft entgegentreten um das gute Image des Verbundes zu schützen. Wer den Namen dennoch an sein Büro schreibt ohne Mitglied zu sein, wird gebeten dies zukünftig zu unterlassen und eine Unterlassungserklärung abzugeben. Geschieht dies nicht, dann werden juristische Schritte eingeleitet, die regelmäßig  dazu führen, dass die Namensführung zukünftig unterbleiben muss. Sogar ein Versicherungs-unternehmen hat schon versucht, sich “Die Fairsicherung“ zu nennen und ist von drei Instanzen, zuletzt vor einem Oberlandesgericht in die Schranken gewiesen worden.

Über den Autor

Hans Schmidt ist verantwortlich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei den FAIRsicherungsläden.

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