Wie wollen wir in Zukunft wohnen, leben und arbeiten? Der Deutsche Verband job und Wohnen bietet eine Diskussuinsplattform und formuliert Antworten. (Foto: pixabay.com)

Wie wollen wir in Zukunft Arbeiten, Wohnen und Leben?  Die Politik gibt darauf eher kurzfristige Antworten. Dabei bedürfen diese Fragen, gerade vor dem Hintergrund eines Mangels an bezahlbarem Wohnraum sowie eines eklatanten Fachkräftemangels sowie anderer gesellschaftlicher Entwicklungen, die dringend eine Lösung brauchen, eine Antwort.

Deutscher Verband „Job & Wohnen“ in Berlin gegründet –  Verband will Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum fördern und steht für gesellschaftlichen Dialog zwischen allen sozialen Gruppen
Am Freitag, den 8.11.2019 wurde der Deutsche Verband „Job & Wohnen“ in Berlin gegründet. Ziel des Verbandes ist die Bildung einer Plattform, auf der alle gesellschaftlichen Gruppen über die wichtigen Fragen aus den Bereichen Arbeiten, Wohnen, Leben diskutieren und konkrete praktische, nachhaltige Lösungsansätze erarbeiten können.
„Angesichts tiefer werdender Gräben in unserer Gesellschaft, ist es dringend notwendig, ein Forum zu bilden, das nicht nur Mängel benennt, sondern (innovative)Projekte kreiert und fördert,“ so Dr. Peter Diedrich, der Vorsitzende des Verbandes.
Die Gründungsmitglieder des Verbandes sind Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Finanzen, Forschung und Lehre, Gewerkschaften, Sozialverbänden, Recht und Kommunikation, die zusammen einen interdisziplinären Erfahrungsschatz mitbringen. Dem erweiterten Verbandvorstand gehören neben dem Vorsitzenden, Herrn Rechtsanwalt und Notar Dr. Peter Diedrich, und den beiden  Stellvertretern, dem Journalisten Frank Tetzel und dem Verbandsspezialisten Henning Finck sowie Rolf Mähliß (Schatzmeister), Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski (Beisitzer), Olaf Bolduan (Beisitzer), Dr. Horst Kümmlee (Beisitzer), Alexander Lohse (Beisitzer), Stefan Korthals (Beisitzer), Eva Dedering (Beisitzer) und Predrag Savic (Beisitzer).
Neue Wohnmodelle
„Wir wollen neue gesellschaftliche, nachhaltige und wirtschaftliche Lösungsansätze finden, die im Bereich der Daseinsvorsorge zusätzliche Wege aufzeigen und idealer Weise damit einem neuen Trend in unserer Gesellschaft den Weg bereiten“, so der frischgewählte Vorsitzende des Vereins Dr. Peter Diedrich. Dabei setzen wir zum Beispiel auf die Entwicklung weiterer genossenschaftlicher Modelle, etwa zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.
Der Verein steht dabei nicht am Anfang: Mit der Idee des genossenschaftlichen Mitarbeiterwohnungsbaus, bei dem sich mittelständische Unternehmen regional zu einer Mitarbeiterwohnungsbaugenossenschaft zusammenschließen, können die Mitglieder des Vereins bereits ein konkretes Konzept vorweisen.
In einem Pilotprojekt sollen dabei bis zu 200 Wohnungen mit einer eigenen Ganztageskinderbetreuung und einem modernen Mobilitätskonzept entstehen. Durch das Angebot eines interessanten Jobs zusammen mit einer bezahlbaren und modernen Wohnung in der Nähe des Arbeitsplatzes gelingt es den Mitgliedsunternehmen wesentlich leichter, dringend benötigte Fachkräfte zu rekrutieren und langfristig an das Unternehmen zu binden.
Weitere Projekte sind für Berlin, München (Stadt und Umgebung), Hamburg, Leipzig, Dresden, Mecklenburg-Vorpommern (Usedom und Rügen) bereits in konkreter Planung.“
Darüber hinaus führt der Verband intensive Gespräche mit Gewerkschaften und Betriebsräten großer Unternehmen zur Entwicklung eines genossenschaftlichen strukturierten Wohnungsneubaus für Arbeitnehmer, die auf diesem Wege – auch unter Einsatz von Sparverträgen ( z.B. im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge und vermögenswirksamer Leistungen) – die Möglichkeit zum Erwerb von Genossenschaftsanteilen und damit auf  Zuteilung eines lebenslangen Wohnrechtes erhalten sollen. Erste konkrete Überlegungen sind bereits Gegenstand von aktuell geführten Gesprächen und Initiativen des Verbandes mit dem Ziel, die Schaffung von bezahlbarem Mitarbeiterwohnraum zukünftig zum Inhalt von tarifvertraglichen Vereinbarungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden zu machen.
Die Einladung zur Teilnahme an diesem Dialog wendet sich vor allem an die Arbeitgeberorganisationen, Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbände sowie an Verbände, Stiftungen, wissenschaftliche Einrichtungen und die Wirtschaft insgesamt.
Das Motto aller gegenwärtigen und zukünftigen Projekte des neugegründeten Verbandes ist es ausweislich der Satzung, nachhaltige Lösungen für ein menschenwürdiges Wohnen, Arbeiten und Leben in unserer Gesellschaft zusichern und damit einen aktiven Beitrag zur Entwicklung und Gestaltung der gesellschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen und somit zur Sicherung der Demokratie und des gesellschaftlichen Friedens in unserem Lande zu leisten. Auf diesem Wege sollen auch die Ziele der Vereinten Nationen (SDG SustainableDevelopment Goals) zur nachhaltigen Entwicklung umgesetzt werden.

Weitere Informationen: 

Interessierte können sich gern direkt an den Verbandsvorsitzenden, Dr. Peter Diedrich (diedrich@jobundwohnen.de )  sowie an die Geschäftsführenden Vorstandsmitglieder: Frank Tetzel, Tel.: 0157 77019406 und Henning Finck,  Tel. 0162 30 22 417  wenden.

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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