Der Wolrd Legacy Award wurde anlässlich der ITB verliehen. Der Preis zeichnet vorbildliche nachhaltige touristische Destinationen und Projekte aus. (Foto: National Geographic)

Zum zweiten Mal wurden auf der ITB Berlin die National Geographic World Legacy Awards verliehen.

Ein internationales Gremium aus 23 Fachleuten wählte unter der Federführung von Costas Christ, Editor-at-large des National Geographic Traveler Magazins und Vorsitzender der World Legacy Awards, aus mehr als einhundert Einsendungen und über fünfzig Ländern 15 Finalisten aus.

Prämiert werden Reise- und Tourismus-Unternehmen, Organisationen und Destinationen, die sich dem nachhaltigen Tourismus verschrieben haben: von großen Resorts bis hin zu kleinen Öko-Lodges, von Wildtier-Gehegen bis zu Geoparks. „Die World Legacy Awards-Gewinner zeigen, wie Best Practices im Tourismus helfen können, die weltweit besten Destinationen für nachfolgende Generationen nachhaltig zu schützen“, so George Stone, National Geographic Travel Editor-in-Chief, bei der Vorstellung der fünf Gewinner in fünf Kategorien auf dem ITB Berlin Kongress.

Earth Changers

In der Kategorie „Earth Changers“ – umweltfreundliche Unternehmen mit grüner Technologie wie erneuerbare Energie und Null-Abfall-Systemen – gewann Mission Hills, China. Es gehört zu den ersten Resorts in China, das Haifischflossen von der Speisekarte verbannte sowie solarbetriebene Golfcards, das Jäten von Hand und eine Solar-„Schädlingsbekämpfung“ auf dem Mission Hills Haikou Golfplatz eingeführt hat.

Sense of Place

„Sense of Place“ heißt die Kategorie, die touristische Unternehmen prämiert, die sich für den Schutz historischer Denkmäler, archäologischer Stätten, kultureller Veranstaltungen und Traditionen einsetzen. Der Gewinner, TIME Unlimited Tours, ein von Maori geführtes Unternehmen in Neuseeland, bietet Ökotourismus und umweltfreundliche Touren durch Neuseeland an.

Conserving the Natural World

Die Kategorie „Conserving the Natural World“ zeichnet Unternehmen aus, die sich für die Erhaltung der Natur, der Wiederherstellung des natürlichen Lebensraums und den Schutz seltener und gefährdeter Tierarten, ob auf dem Land oder in den Ozeanen einsetzen.
Hier gewann die Grupo Ecológico Sierra Gorda, Mexiko. Die Non-Profit-Organisation beteiligte sich bei der Erstellung und Pflege des Sierra Gorda Biosphere Reservats, einem Gebiet der reichen Artenvielfalt im Zentrum von Mexiko.

Engaging Communities

In der Kategorie „Engaging Communities“ gewann die Bushcamp Company, Sambia. Bushcamp unterstützt in enger Zusammenarbeit mit lokalen Arbeitsgemeinschaften Projekte im Luangwa-Gebiet. Dabei geht es unter anderem um Initiativen für die Erhaltung von Ressourcen für die Tierwelt, Unterstützung von Bildung und Gesundheitsversorgung.

Destination Leadership

Burren and Cliffs of Moher Geopark in Irland ist Sieger in der Kategorie „Destination Leadership“. Das Projekt ist das Ergebnis einer lokalen Community aus Unternehmen, Dorfbewohnern und kommunalen Behörden. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Irlands schönste Naturlandschaften zu schützen und damit ein qualitativ hochwertiges Besuchererlebnis zu fördern.

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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