Faire Partnerschaft zwischen Reiseproduzenten und Vertrieb schafft win-win Situationen und hilft beiden Seiten die Stärken der Mittelstandes auszuspielen.

Faire Partner sind für den stationären Vertrieb wichtiger denn je. Vor allem der touristische Mittelstand kann so seine Stärken ausspielen und win-win- Situationen zwischen der Partnern schaffen.

Eines ist klar: Die Reiseindustrie befindet sich im Umbruch. Auch wenn die Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. erst Morgen auf der ITB Berlin vorgestellt wird, scheint sich schon jetzt ein Trend abzuzeichnen.  

Onlinebuchungen nehmen ständig zu. Schon vorläufige Ergebnisse der Reiseanalyse online aus dem vergangenen November zeigen, dass sieben Prozent mehr Urlauber ihre Reise online gebucht haben. Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen.

Neue Definition durch den Online-Direktvertrieb

Diese Art des Direktvertriebes hat die Rolle der Reisemittler, also der stationären Reisebüros neu definiert.

Während die großen Player der Branche mit großen Summen ihre Ziele mit hohen Marketingbudgets on- und offline befeuern, aber damit auch hauptsächlich massentouristische Ziele abbilden, sind es vor allem die Kleinen und mittelständischen Reiseveranstalter, die individuelle und vor allem auch nachhaltige Produkte anbieten können.

Das liegt zum einen daran, dass diese Produkte nicht so stark nachgefragt werden – wie beispielsweise touristische Destinationen von der Stange, die es beispielsweise rund ums Mittelmeer gibt.

Individualisierung versus Massengeschäft

Während im Bereich der Digitalisierung und des Internets of Things Losgröße 1 heute kein Problem mehr darzustellen ist – ist dies bei Massentouristischen Zielen kaum möglich.  „Für ein Reisebüro als Vermittler sind diese Ziele, ebenso wie Flugleistungen in der Vermittlung nach wie vor interessant, aber die Margen sinken seit Jahren kontinuierlich“, beklagt dann auch Jochen Szech, Präsident des asr, der Allianz Selbständiger Reiseunternehmen.

Mehr Beratung und mehr Individualität

Wir müssen dieser Entwicklung, nicht nur aus unserer Sicht als Vermittler, sondern auch aus Kundensicht etwas entgegensetzen, ergänzt Anke Budde, ebenfalls Präsidiumsmitglied beim asr, der den Mittelstand in der Tourismuswirtschaft repräsentiert. Insofern wollen wir individuelle und authentische Reiseangebote zurück ins Reisebüro bringen, ohne den Online-Auftritt zu vernachlässigen. Doch der wird eben nur die Buchung im Reisebüro zulassen. „Damit kehren wir den Vertriebsweg um, denn  das Problem der stationären Reisebüros ist häufig, dass wir die Zielgebiets- und Destinations-Beratungsleistungen erbringen, der Kunde dann aber möglicherweise online bucht.

Mit der Neuauflage der Aktion „Faire Partner“ will man vor allem die Reisebüros und die Reiseveranstalter zusammenbringen. „ Mittelständische Reiseveranstalter sind diejenigen Anbieter, die häufig hochwertige und individuelle Reisen anbieten. Zudem sind sie für einen besseren Service, mehr Flexibilität und eine größere Auswahl besonderer Destinationen bekannt.

Und Faire Partner bieten vor allem dem Reisevertrieb den Vorteil, dass sie entsprechend auskömmliche Provisionen zahlen. Und asr-Präsident Jochen Szech „Zudem sind in einer solchen Gemeinschaft ganz andere gemeinsame Aktionen möglich.“

 

Über den Autor

Ähnliche Beiträge

Der Präsident von Ruanda, Paul Kagame, wurde gestern für seine Bemühungen zur Förderung eines...

In einem Entwicklungs-Projekt zum nachhaltigen Tourismus werden in Vietnam Familien im ländlichen...

Weltweit führt der zunehmende Tourismus immer öfter zu Interessenkonflikten um die Landnutzung...

Antworten