In Kenia wird sehr intensiv über eine grüne und nachhaltige Wirtschaft diskutiert. (Foto: Pixabay)

Nicht  nur in Europa, auch in Afrika diskutiert man zunehmend über das Thema Nachhaltigkeit. So etwa in Kenia, wo jüngst Mitglieder der Kenya Private Sector Alliance (KEPSA) erklärt haben, dass sie umweltfreundliche Geschäftspraktiken einführen, die auf eine grüne Wirtschaft ausgerichtet sind.

„Unsere Mitglieder haben damit begonnen, innovative Lösungen einzuführen, die auf den Schutz der Umwelt abzielen“, sagte Peter Oloo, CEO der Social Enterprise Society of Kenya, die Mitglied von KEPSA ist, während einer Konferenz über Kenias Weg zu einer grünen Wirtschaft in Nairobi.

Plastiktütenverbot

Oloo bemerkte, dass die KEPSA-Mitglieder keine andere Wahl haben, als umweltfreundliche Geschäftspraktiken anzuwenden, um die Gewinne kenianischer Firmen zu steigern. Er sagte, dass der Privatsektor bestrebt sei, die Umwelt zu schützen und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum im Einklang mit den Zielen der nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zu fördern. Kenia habe inzwischen  die Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Geschäftspraktiken intensiviert, so seien beispielsweise die Verwendung von Plastiktüten im Land verboten worden. Zudem habe Kenia eine Strategie für eine grüne Wirtschaft auf den Weg gebracht, in der die Schritte skizziert werden, die das Land bei der Verringerung der Produktion von CO2-Emissionen zu unternehmen gedenkt.

Oloo wies darauf hin, dass KEPSA die Maßnahmen zur Förderung der Beteiligung des Privatsektors am Umweltschutz verstärkt hat, wie etwa das Verbot von Plastiktüten zu Beginn des Jahres. Er sagte, dass der Privatsektor sich voll und ganz dafür einsetzt, den ökologischen Fußabdruck zu minimieren, indem er innovative, umweltfreundliche Optionen annimmt.
Zudem haben deutsche und kenianische Experten haben diskutiert, wie Unternehmen in Kenia den Umweltschutz fördern können, und Möglichkeiten für Partnerschaften zwischen neuen Geschäftsumfeldern und dem etablierten Privatsektor identifiziert. „Der Klimawandel und die jüngsten Resolutionen im Rahmen der Vereinten Nationen können nur durch eine grüne Wirtschaft erreicht werden“, so Michael Derus, stellvertretender Botschafter und Leiter der Wirtschaftsabteilung der deutschen Botschaft in Kenia.

Derus sagte weiter, dass es notwendig sei, ein Bewusstsein für den Umweltschutz zu schaffen, um die globale Nachfrage nach Lösungen für den Klimawandel und die Beendigung der Umweltverschmutzung zu befriedigen. Kenia benötige nachhaltige Initiativen, die politische Dialoge für den öffentlichen und privaten Sektor unterstützen, um nachhaltiges Wachstum zu fördern.

 

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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