Eine Untersuchung einer Unternehmensberatung zu Carsharingdiensten sorgt für Aufmerksamkeit. (Foto: pixabay.com)

Für Aufsehen erregte jetzt eine Studie einer Unternehmensberatung zum Thema Car Sharing. In Deutschland beispielsweise gibt es derzeit nur vier Millionen Menschen, die für die Nutzung von Carsharing-Autos in Frage kommen würden.

Weder bestehen die Voraussetzungen in den Städten, noch sind Kunden bereit, auf das eigene Auto zu verzichten. Auch in anderen europäischen Ländern ist das Bild ähnlich.

Eine von der Unternehmensberatung A.T. Kearney publizierte Studie zum Carsharing-Markt zeigt auf, dass regelmäßiges Carsharing zu Lasten des ÖPNV geht, am Besitz des eigenen PKW ändert es nichts. Vielmehr wird es als komplementärer Service gesehen – das eigene Auto schätzen die Befragten der Studie vor allem wegen seiner permanenten Verfügbarkeit und der damit einhergehenden persönliche Freiheit. Carsharing verfehlt damit auch das von der Politik verfolgte Ziel, nachhaltigen Verkehr in den Städten zu stärken.

Gerade einmal ein Prozent der Carsharing-Mitglieder nutzen das Angebot täglich, ein Drittel von ihnen ein bis zwei Mal im Monat. Dass das eigene Auto im Straßenverkehr langfristig durch Sharing-Angebote ersetzt wird, zeichnet sich also derzeit noch nicht ab.

Die komplette Studie finden Sie hier.

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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One Comment
 
  1. Thomas F. 22. August 2019 at 14:57 Antworten

    Es ist doch klar, dass derjenige, der bereits vor dem Carsharing-Trend ein Auto besitzt, dieses beibehält. Die interessante und relevante Frage ist doch, inwiefern es junge Menschen davon „abhält“ sich überhaupt ein eigenes Auto anzuschaffen.

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