NACHRICHTEN

Energiewende unter Kostendruck: Die Bundesregierung sieht bei der fairen Verteilung der Kosten der Energiewende zunehmend Probleme. Jetzt will sie gegensteuern. Die Netzkosten sollen auf möglichst vielen Schultern verteilet werden, wie Uwe Beckmeyer aus dem BMWi mitteilte.  Energieexperten haben die Kosten ebenfalls als eines der wichtigsten Probleme erkannt. Patrick Graichen, von Agora Energiewende erkennt darin für die  kommenden Monaten ein Riesenthema. Sowohl, was die Finanzierung als auch die Steuerung der Netze angeht.  sueddeutsche.de

Kein Diesel in den Innenstädten: Laut einer Umfrage von Greenpeace will eine Mehrheit der Deutschen Diesel-Fahrzeuge aus Innenstädten ausschließen. Das könnte mit einer Blauen Plakette geschehen. Verkehrsminister Dobrindt spricht sich dagegen aus – empfiehlt aber Fahrverbote. n-tv.de 

Rund 1,2 Milliarden Euro sind in den Ausbau des Offshore-Windparks Sandbank geflossen. Insgesamt werden 72 Windenergieanlagen schrittweise ans Netz gehen. Mitinvestor sind die Stadtwerke München. Ziel des Unternehmens ist es bis 2025 so viel Ökostrom in eigenen Anlagen erzeugen, wie ganz München verbraucht. München soll damit weltweit die erste Millionenstadt werden, die dieses Ziel erreicht. In den Planungen fällt der Windenergie eine wichtige Rolle zu. br.de

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Plastikmüll nicht zu stoppen:  Lebens- und Verzehrgewohnheiten vieler Konsumenten haben sich geändert und haben Folgen für das Kaufverhalten. Häufig wird nicht mehr zu Hause gegessen. Die Folge ist mehr Verpackungsmüll. Aber es gibt Alternativen zu Plastikverpackungen und -tüten. handelsblatt.com, codecheck.info (Alternativen)

Preise bei den Stromkonzerne: Kritiker werfen den Stromanbietern vor, am Rande des unlauteren Wettbewerbs zu agieren, wenn es um die Erhöhung der Stromkosten geht. Viele Billigangebote bei den Strompreisen sind Lockangebote und rechnen sich für die Anbieter erst nach einem oder mehreren Jahren. Es sei denn, man erhöht schnell die Preise. zeit.de

Naturschutz rechnet sich für Investoren: Das sich Naturschutz oft rechnet, ist nicht neu. Trotzdem besteht eine Finanzierungslücke von 200 bis 300 Milliarden Dollar pro Jahr. Einige große Naturschutzorganisationen wollen deshalb nun Projekte so strukturieren, dass sie auch für private Investoren attraktiv sind. Der neu geschaffenen „Koalition für private Investitionen in den Naturschutz“ gehören unter anderen die IUCN, die US-Naturschutzorganisation The Nature Conservancy (TNC) und die Schweizer Großbank Crédit Suisse an. klimaretter.info

CO2 Fussabdruck: Trotz steigender Weltbevölkerung und zunehmender Umweltkrisen wächst der CO2 Fussabdruck pro Einwohner nicht mehr so schnell. Zwischen 1993 und 2009 wuchs die Weltbevölkerung um ein Viertel, die globale Wirtschaftsleistung um 153 Prozent. Der ökologische Fußabdruck jedoch nur um neun Prozent gewachsen. wiwo.de , nature.com (Forschungsergebnisse)

Buchempfehlung der Woche: „Genug genügt“ – clear KW 37: Kostendruck bei der Energiewende, Diesel-Bann in den Innenstädten, Plastikmüll, Naturschutzinvestitionen, Turbulenzen und Klimawandel, Dienstbikes Newsletter Mit Suffizienz zu einem guten Leben.  Wie sieht das Leben der Menschen aus, die möglichst wenig Ressourcen verbrauchen und suffizient, also genügsam, leben möchten?  Die Autorinnen Marion Leng, Kirstin Schild und Heidi Hofmann haben auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen Menschen aus der Schweiz befragt, die einen suffizienten Lebensstil pflegen. Und sie haben mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutiert, wie ein solcher Lebensstil salonfähig gemacht werden könnte.Denn klar ist: Nur wenn wir unseren Lebensstil anpassen, kann es gelingen, unseren Ressourcenverbrauch zu verringern und die damit verbundenen ökologischen und sozialen Auswirkungen zu begrenzen. oekom.de

Digitalisierung in der Mobilität: Mehr Investitionen nötig fair-economics.de
BMU: Preisangaben mit Umweltkosten  trendsderzukunft.de
BMW: Elektrifizierung aller Automodell geplant krone.at, handelsblatt.com
Hotel Gutshof Ziegelhütte: Erstes deutsches Hotel als Mitglied der Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen der Bundesregierung aufgenommen. ahgz.de
Kalifornien:  Strengste Klimaregeln der USA  nzz.ch

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WÖRTLICH GENOMMEN

„Frankreich bekräftigt seine Position als treibende Kraft hinter den anhaltenden Ambitionen des Pariser Abkommens vom vergangenen Dezember, indem es als erstes Land der Welt grüne Staatsanleihen ausgeben wird“, die französische Umweltministerin Ségolène Royal will im Jahr 2017  erstmals grüne Anleihen in Umlauf bringen.  energiezukunft.eu

„Indien ist ein Land der großen Kontraste – einerseits großer Reichtum, aber auch große Armut. Es ist auch ein Land großer Vielfalt. Das Thema „saubere Luft“ steht derzeit nicht sehr hoch auf der Tagesordnung, es ist jedoch wichtig für unsere Kampagnen. In den vergangenen Jahren haben wir versucht, auf diese Fragen aufmerksam zu machen. Denn sie stehen in direktem Zusammenhang mit der Gesundheit nicht nur der Armen, sondern aller Menschen vor allem in den Städten. “ Ravi Chellam, Chef von Greenpeace Indien, erklärt, dass Umweltschutz in Indien noch keine Selbstverständlichkeit sei. Über die Luftqualität gebe es zum Beispiel kaum Informationen. Die Organisation konzentriere sich deshalb vor allem auf den Klimawandel – dazu gehörten Themen wie der Ausbau von erneuerbaren Energien oder der Einsatz von ökologischen Verfahren in der Landwirtschaft. deutschlandfunk.de

MEHR WISSEN

Durch Klimawandel mehr Turbulenzen beim Fliegen: Steigende CO2 Werte in der Stratosphäre werden zunehmend für Turbulenzen sorgen, die auch für größere Verkehrsmaschinen erhebliche Folgen haben können.  Die Zahl der Verletzten  stieg in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich an. CO2  sorgt in Höhen von 10.000 bis 12.000 Metern für Temperaturveränderungen, die die Luftströme zwischen verschiedenen Schichten beschleunigen. Diese ungleichmäßigen Strömungen führen zu Turbulenzen , die auch eine Passagiermaschine zu ihrem Spielball machen können. welt.de, theguardian.com

Investmentmethoden von Nachhaltigkeitsfonds: Unternehmen, in die die Fonds investieren wollen, werden nach ökologischen und sozialen Herausforderungen hinsichtlich der Aktivitäten von Unternehmen umfassend analysiert. So gibt es rund 700 Indikatoren, die herangezogen werden können. Kontrovers sind Geschäftsfelder wie beispielsweise Alkohol, Atomenergie, aber auch Pornographie und Rüstung. Zudem werden Geschäftspraktiken wie Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen, Tierversuche, Umweltschutzvergehen und andere untersucht und bewertet.  faz.net

Zukunft der Arbeit: Experten sind sich einig, dass durch die zunehmende Digitalisierung  eine dauerhafte Weiterbildung und ein gutes Qualifikationsniveau für jeden einzelnen Beschäftigten notwendig sind, um sich flexibel auf die technischen Veränderungen, aber auch auf mögliche Verschiebungen in der Beschäftigungsstruktur einstellen zu können. tab-beim-bundestag.de

VW-Ingenieur: schuldig bekannt im VW-Abgasskandal tagesspiegel.de
Apple: Überdenkt Pläne von selbstfahrenden Autos futurezone.at
Dienstbike: Voll im Trend  fair-economics.de

DAS LETZTE:

Pokémon Go auf Schießplätzen: Die virtuellen Monsterjäger sind überall. Auch auf Schießplätzen der Bundeswehr. Nun will die Bundesregierung den Spielbetreiber Niantic zur Kooperation bewegen. In dem Augmented-Reality-Mobilspiel sollen diejenigen Anlaufpunkte gelöscht werden, die Standorten der Bundeswehr einschließlich Übungsplätzen und Schießanlagen entsprechen. heise.de

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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