FAIReconomics: NACHRICHTEN

Meeresschutzzone in der Antarktis beschlossen: Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich 24 Staaten und die EU darauf geeinigt vor der Küste der Antarktis das größte Meeresschutzgebiet der Erde einzurichten. Das Schutzgebiet umfasst  1,55 Millionen Quadratkilometer  und soll im ökologisch wertvollen Rossmeer entstehen. Im größten Teil des Gebietes soll jegliche Fischerei verboten werden. morgenpost.de

OPEC-Fördermengen: Der Ölpreis wird auf absehbare Zeit wohl nicht steigen, bei einem Treffen der Mitgliedsstaaten der OPEC konnte man sich mit anderen Rohstoffmächten nicht auf eine Drosselung der Produktion einigen. In einer offiziellen Mitteilung hieß es, dass die Opec auch im kommenden Jahr mit niedrigen Preisen rechnet. Um von die Niedrigpreisen wegzukommen, will man sich zukünftig verstärkt mit Nichtmitgliedern wie Russland, Mexiko und Brasilien treffen. n-tv.de

Halbiert hat sich seit 1970  die Zahl der Wirbeltiere. Die Bestände der Wirbeltiere weltweit sind zwischen 1970 und 2012 um knapp 60 Prozent zurückgegangen. wwf.de

Marokko: Vom 7. bis 18. November findet im marokkanischen Marrakesh COP22 statt. Der nordafrikanische Staat ist Vorbild in der Region bei den Investitionen in erneuerbare Energien. Sie haben mit rund 35 Prozent schon einen großen Anteil am heimischen Strom-Mix. Bis 2020 soll dieser Wert auf 42 Prozent gesteigert werden. energiezukunft.de

Deutschland will Strommengen nach Österreich begrenzen: Durch die deutsche Energiewende kommt es zeitweilig zur Überproduktion von Strom, der dann günstig über die Börse verkauft wird. Doch die Netzbetreiber sind oft nicht in der Lage, den billig verkauften Strom auch  zu liefern, weil Netzengpässe wie an der deutsch-österreichischen Grenze das unmöglich machen. Dann müssen teure Kraftwerke angeworfen werden, um den schon verkauften Strom zu produzieren.  Die Pläne die Netze gegen das Nachbarland abzuschotten, stösst in Bayern und Österreich auf Kritik. Die  Pläne gefährdeten die Versorgungssicherheit in Bayern, führen zu höheren Strompreisen und schaden dadurch unseren Unternehmen, heisst es bei den Kritikern. Der Wandel zu einem nachhaltigeren Energiesystem dürfe nicht zu einer „Renationalisierung der Energiepolitik“ führen. faz.netfocus.de (Kritik)

Zukunft der Arbeit: Recht auf Homeoffice. Politiker der Grünen wollen jetzt das Recht aufs Homeoffice im Gesetz verankern. Damit will man lange Arbeitswege und starre Arbeitszeiten verhindern. Das Arbeiten von überall, das Büro in den eigenen vier Wänden und der Kollegentreff gleich ums Eck sollen der Normalzustand werden, die Technik macht es möglich. Auch Stadtplaner bemühen sich inzwischen, dass Arbeitsplätze und Büroräume wieder näher an die Wohngebiete heranrücken. Das ist eine Abkehr vom Gedanken der sechziger Jahren wo es Allgemeingut war, dass man beides strikt trennen müsse. Lange Arbeitswege machen zudem krank, verursachen Staus und sind schlecht fürs Klima. faz.net

Zukunft der Arbeit II:  Ohne Mitbestimmung wird die Digitalisierung nicht eingeführt werden, da sie ansonsten ein Kulturschock im negativen Sinne zu werden droht. Dann werden die Menschen nämlich lediglich zum Appendix einer zum großen Teil autonom arbeitenden Produktion. Organisatorische Lösungen sind ebenso wichtig wie technische Lösungen. ddn-aktionstag.de

Buchtipp der Woche:  „Leben auf Autopilot“ Die Digitalisierung hat die Welt revolutioniert und unser Leben erleichtert. Für die nahe Zukunft versprechen Softwareentwickler wahre Wunderdinge: Autopiloten ermöglichen unfallfreies Fahren, computergesteuerte Windparks die überfällige Energiewende. Das Internet der Dinge regelt unseren Alltag. Doch was, wenn unsere Versorgungsnetze durch diesen Fortschritt immer anfälliger werden? Entscheidet sich der Bordcomputer im Auto im Falle eines Unfalls »richtig«, wenn er das Leben des Fahrers schützt, das des Fußgängers aber nicht? Der Autor Gerd Pfitzenmaier unterzieht den Hype um das Internet der Dinge einer Prüfung und plädiert dafür, nicht alles umzusetzen, was möglich ist. Denn jenseits der Annehmlichkeiten lauern auch Risiken – vom einfachen Kurzschluss, der Stromnetze lahmlegt bis hin zu Sabotageakten durch Hacker und Terroristen. oekom.de

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Schweiz: Volksabstimmung am 27. November zum vorzeitigen Ausstieg aus der Atomkraft nzz.ch
Ultra Schnellladestation:  Im Rahmen des Projekts Ultra-E soll ein Ultra-Schnellladenetzwerk die Niederlande, Belgien, Deutschland und Österreich verbinden. Die Ladezeit soll um 20 Minuten verkürzt werden iwr.de
China: Baustopp bei 30 Kohlekraftwerken  energydesk.greenpeace.org
Kohle als Schuldenfalle:  Immer noch haben mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu Elektrizität. Kohlekraftwerke sind jedoch der falsche Weg  odi.org
CO2-Problem: Haben Forscher per Zufall eine Lösung gefunden? newatlas.com
Südeuropa: Wassermangel treibt Wüstenbildung voran  spiegel.de
Netzstabilisierung: Weiterhin hohe Kosten bizzenergytoday.com
Unternehmen: Überfordert von der Energiewende nzz.ch

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WÖRTLICH GENOMMEN

„Das heißt, dass wir keine Sektorziele für 2030 für die verschiedenen Sektoren haben. Dass wir keine klare Ansage haben, dass sich dieser Plan an dem höheren Ziel orientiert, nämlich 95 Prozent CO2-Reduktion und dass wir kein klares Mandat haben für die Kommission, die eingesetzt werden soll, dass es tatsächlich um den Kohleausstieg in einer Zeit geht, die mit den Klimazielen vereinbar ist. Wenn diese drei Kernfaktoren nicht erreicht werden, dann ist dieser Klimaschutz-Plan nicht viel wert.“
Christoph Bals von der umwelt- und entwicklungspolitischen Organisation Germanwatch, über die Abschwächungen des Klimaschutzplanes durch andere Ministerien, auch in Hinblick auf die in der übernächsten Woche beginnende Klamschutzkonferenz COP 22. deutschlandfunk.de

„Das Abstimmungsergebnis  ist ein Tiefschlag für den  Schutz der Meeresriesen.  Hier werden fortschrittliche Initiativen im Walschutz harpuniert, um zu  unterbinden, dass sich die IWC zukünftig stärker für den Schutz der Wale als für ihre Bejagung einsetzt. Unter den festgefahrenen Grabenkämpfen innerhalb der IWC leiden die Wale seit Jahren.“
Stephan Lutter, Meeresschutzexperte des WWF zu gescheiterten Versuch der Anrainerstaaten im Südatlantik ein Schutzgebiet für Wale einzurichten. Der Schutzgebietsvorschlag erzielte in der Abstimmung der 66. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission nicht die erforderliche Drei-Viertel-Mehrheit. wwf.de 

MEHR WISSEN

Vermüllter Orbit: Rund eine Dreiviertel Million Schrotteile, die größer als einen Zentimeter sind, schwirren im Weltall umher und werden auf absehbare Zeit nicht verglühen.  Sie bedrohen Satelliten  und Raumstationen. Inzwischen denkt man darüber nach, wie man den Kosmos entmüllen kann.  spektrum.de 

Avocados:  Gelten als Superfood und als Helden des veganen Küche. Doch Avocados sind anspruchsvoll. Um ein Kilogramm Avocados, also etwa zweieinhalb Früchte anzubauen, benötigt man 1.000 Liter Wasser. zeit.de

Salomonen: Während Klimaforscher noch forschen, sind die Bewohner der Salomonen-Inseln in der Südsee längst vom Ansteigen des Meeresspiegels betroffen. So wie Robert Satu, der an der Küste der Insel lebt, Früher waren es etwa 120 Meter bis zum Meer, inzwischen hat sich die Distanz halbiert. Inzwischen sind fünf Inseln komplett verschwunden. handelsblatt.com

Tesla: Solardach vorgestellt futurezone.at
Katharina Reiche:  VKU Geschäftsführerin in den Nachhaltigkeitsrat berufen  zfk.de
Frankreich: Solarstraßenbau hat in der Normandie begonnen  klimaretter.info
Fernbusmarkt: Kostendruck wirkt sich auf Qualität aus wiwo.de
Wein: Warum Kenner nichts von Bio halten welt.de
Nachhaltiges Reisen: Worauf man beim Buchen achten sollte fair-economics.de
Grüne: Suche nach Ethik für Maschinen und Social Media heise.de

DAS LETZTE:

CETA:  Eine Umfrage zu Folge würde die Zustimmung zu CETA enorm steigen, wenn EU kanadische Cannabis-Standards übernehmen müsste der-postillon.com

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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