Autofahrer ahnen es schon länger. Die Verbrauchswerte, die von den Autoherstellern angegeben werden, haben mit den tatsächlichen Verbräuchen nur wenig gemein. Darüber berichtet nun auch der Spiegel in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Der reale Spritverbrauch und damit der CO2-Ausstoß von Pkw unterscheidet sich stark von den Werten, die die Autokonzerne angeben. Besonders groß sind die Abweichungen bei Audi und Mercedes, gefolgt von BMW. Dies geht aus einer Studie des Forschungsinstituts ICCT hervor, die dem SPIEGEL vorliegt. So schluckt der Audi A6 50 Prozent mehr als im Prospekt angegeben, die neueste Mercedes E-Klasse 45 Prozent, der 5er-BMW immerhin 40 Prozent.

Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit hat in den letzten Jahren stark zugenommen. „Ein Zusammenhang zwischen der Einführung strenger Grenzwerte und der zunehmenden Schummelei ist mehr als deutlich zu erkennen“, sagte ICCT-Studienautor Peter Mock dem SPIEGEL. Die ICCT-Studie hat die Daten von einer halben Million Serienautos ausgewertet.

 

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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