Vor allem Unternehmen aus der Öl- und Gasindustrie gelten als wenig nachhaltig

Die Mehrheit der globalen Konzerne schert sich wenig um die Umwelt und soziale Standards.

Zu diesem Schluss kommt die auf die Bewertung von Nachhaltigkeitsmanagement spezialisierte Rating-Agentur Oekom Research in ihrem Jahresbericht.  Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner am Sonnabend erscheinenden Ausgabe.

Zwar zeigten 1600 international tätige Großunternehmen einen langsamen Aufwärtstrend. Einem Großteil (rund 48 Prozent) sei jedoch „ein unzureichendes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit zu bescheinigen“. Nur 16 Prozent erfüllten die von Oekom definierten Mindestanforderungen. Besonders schlecht schneiden Immobilienfirmen sowie Öl-und Gaskonzerne ab. Aber auch der Einzelhandel oder Banken und Versicherungen zählen zu den Schlusslichtern in Sachen Umweltschutz und Sozialverträglichkeit, die anhand von rund 700 Indikatoren bewertet werden.

Den vergleichsweise größten Wert auf Nachhaltigkeit legen Konsumgüterhersteller und Autokonzerne. Hier sind laut Oekom deutsche Unternehmen wie Henkel und BMW führend, VW ist wegen des Diesel-Skandals aus den Spitzenplätzen herausgefallen. In der Nationenwertung sind deutsche Firmen etwas abgerutscht, sie liegen hinter Franzosen und Briten auf Rang drei.

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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