Das Offshore-Projekt Meerwind Süd/Ost mit 80 Windrädern liegt 23 Kilometer nördlich von Helgoland und besteht aus den beiden Offshore Windparks Meerwind Süd und Meerwind Ost. Insgesamt 80 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 3,6 Megawatt sollen somit eine Leistung von bis zu 288 Megawatt erzeugen. Über eine Transformatorenplattform wird die Leistung in das Netz eingespeist. Heute wurde er in Bremerhaven offiziell eingeweiht.

Der Windpark vor Deutschlands einziger Hochseeinsel soll künftig Strom für 360.000 Haushalte liefern. Der Windpark kostete 1,3 Milliarden Euro und wurde in 18 Monaten erbaut. Er soll im Vollbetrieb 288 Megawatt an Strom liefern.

Deutschland erzeugt dadurch 45 Prozent mehr Offshore-Leistung

Die installierte Leistung der deutschen Offshore-Parks in Nord- und Ostsee würde dadurch um 45 Prozent auf insgesamt 916 Megawatt steigen. Die Windverhältnisse des Standortes sowie die für die deutsche Küste geringe Wassertiefe von 22 bis 26 Metern macht das Projekt Meerwind Süd/Ost zu einem der vielversprechendsten Offshore-Projekte in Deutschland. Die Nähe Helgolands, war ebenso ein Grund sich für den Standort zu entscheiden, weil der rote Felsen mit den Hummerklippen als Reperatur- und Servicestandort für den Windpark dient.

Meerwind Süd/Ost ist eines der ersten kommerziellen Windparks

Die Bauarbeiten am Windpark hatten mit dem Setzen der ersten Monopiles im September 2012 begonnen. Die vollständige Fertigstellung des Windparks erfolgte nun im November 2014. Damit wird Meerwind Süd/Ost einer der ersten kommerziell betriebenen Windparks in Deutschland.

Deutschland will bis 2020 über 6.500 Megawatt erzeugen

Durch das Projekt erreicht Deutschland im europäischen Vergleich den dritten Rang im Offshore-Bereich. Lediglich Dänemark mit ca. 1.271 Megawatt und Großbritannien mit ca. 4.213 Megawatt Leistung liegen noch vor Deutschland. Bis zum Jahr 2020 will die Bundesregierung die Offshore-Leistungen auf über 6.500 Megawatt ausbauen.

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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