Nach einem Vorabbericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel befürchtet das Umweltbundesamt Auswirkungen auf die Umweltvorschriften, sollte das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP in der jetzigen Form unterzeichnet werden.

DIe Behörde warnt vor Auswirkungen des geplanten transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) auf europäische Standards. Zwar gebe es in den USA durchaus auch strengere Umweltvorschriften als in Europa, heißt es in einem Positionspapier, doch die Gefahr, dass „bei der Bewertung von Gesetzen US-Handels- und Investitionsinteressen über Umweltziele gestellt“ würden, sei „erheblich“. In Bereichen, in denen Europas Wirtschaft aufgrund anspruchsvoller Umweltstandards einen technologischen Wettbewerbsvorteil besitze, „würde die Angleichung an niedrigere US-Standards die Aufgabe ökologischer und ökonomischer Vorteile bedeuten“. Frühere Kooperationen seien „in sensiblen Bereichen oft wenig erfolgreich verlaufen“.

Umweltschutz sei „mehr als nur eine Fußnote des Freihandels“, sagt Umweltbundesamt-Präsidentin Maria Krautzberger, „Interessen von US-amerikanischen Unternehmen sollten nicht über das Interesse der EU-Bevölkerung an einer gesunden Umwelt gestellt werden“.

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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