Der Klimwandel wirkt sich auch global aus, Abschottung funktioniert da nicht. (Foto: pixabay.com)

Klimawandel ist immer auch global zu betrachten. Chinas Klimawandel wirkt sich auch auf die USA aus. Und auch die neuen Zollvorschriften der US amerikanischen Trump-Administration werden einen Einfluss haben.

In Zusammenarbeit mit climatenewsnetwork.net /London

In der globalisierten Welt könnte Chinas Klimawandel auch die amerikanische Wirtschaft treffen, da die Katastrophen eines Landes indirekt anderen Nationen schaden.
Deutsche Wissenschaftler haben aufgezeigt, dass der Klimawandel ein globales Problem bleibt, wobei beispielsweise Chinas Klimaauswirkungen die Wirtschaft der Vereinigten Staaten beeinträchtigen. Die katastrophalen Überschwemmungen – die mit zunehmender Erwärmung der Welt und immer mehr Wasser in die Atmosphäre gelangen – könnten in einem Land in einer Weise nachhallen, die der Wirtschaft eines anderen Landes schaden könnte.

Genauer gesagt, könnte allein China in den nächsten 20 Jahren insgesamt 380 Milliarden Dollar an wirtschaftlichen Verlusten erleiden: Das entspricht etwa fünf Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes.

Etwa 175 Milliarden Dollar der Gesamtschäden könnten auf den zukünftigen Klimawandel zurückgeführt werden – und da diese Verluste über das globale Handels- und Versorgungsnetz weitergegeben werden, könnten die USA und die Europäische Union am stärksten betroffen sein.

Allein die Überschwemmungen in China – abgesehen von den immer extremer werdenden Hitze- und Sturmereignissen, die mit höheren Temperaturen erwartet werden – könnten in den nächsten 20 Jahren US-Verluste von bis zu 170 Milliarden Dollar verursachen.

„Trumps Zollsanktionen dürften die US-Wirtschaft noch anfälliger für den Klimawandel machen.

Sven Norman Willner, vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

„Die EU wird aufgrund ihrer ausgeglichenen Handelsbilanz weniger unter indirekten Schäden durch klimabedingte Überschwemmungen in China betroffen sein. Sie werden jedoch leiden, wenn überschwemmte Regionen in China vorübergehend nicht in der Lage sind, beispielsweise Teile zu liefern, die europäische Unternehmen für ihre Produktion benötigen. Andererseits wird Europa davon profitieren, klimabedingte Produktionslücken in China durch den Export von Waren nach Asien zu schließen.

„Damit ist die europäische Wirtschaft derzeit besser für die Zukunft gerüstet“, sagt Sven Norman Willner vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, der die Studie geleitet hat.

„Im Gegensatz dazu importieren die USA viel mehr aus China als sie in dieses Land exportieren. Dies macht die USA anfälliger für klimabedingte Risiken wirtschaftlicher Verluste, die entlang der globalen Liefer- und Handelskette weitergegeben werden.“

Er und seine Co-Autoren berichten in der Zeitschrift Nature Climate Change, dass sie die wirtschaftliche Herausforderung für die Welt als Ganzes im begrenzten Fall von Überschwemmungen untersucht haben: Schäden, die durch den vom Menschen verursachten Klimawandel als Folge der Verbrennung fossiler Brennstoffe in einer Geschwindigkeit verursacht werden, die bereits begonnen hat, die Chemie der Atmosphäre zu verändern, könnten zu einem bedeutenden Faktor in der Weltwirtschaft werden, und Überschwemmungen waren schon immer ein Problem.

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