Das Volvo Ocean Race setzt auf Nachhaltigkeit und den Schutz der Ozeane.

Das internationale Volvo Ocean Race hat in diesem Jahr Nachhaltigkeit und die Schutz der Ozeane mit auf seine Fahnen geschrieben. Eines der härtesten Segelregatten der Welt führt dieses Jahr über 45.000 nautische Meilen und besucht zwölf Städte rund um den Globus, darunter Kapstadt, Hongkong und Melbourne.

Aber auch die Teams sind mit Nachhaltigkeitsthemen beschäftigt, so beauftragte Vestas‘ Team Direktor Mark Towill und Skipper Charlie Enright  einen Nachhaltigkeitsberater mit der Messung der Umweltauswirkungen, die das Team bei seiner vorherigen Teilnahme am 2014-2015 Volvo Ocean Race mit dem Team Alvimedica hatte.  Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für die Nachhaltigkeitsempfehlungen, die Vestas in diesem Jahr verabschiedet hat und die alle Aspekte der Arbeit des Teams abdecken.

Zu den Nachhaltigkeitsmaßnahmen gehören u. a: Die Berechnung des CO2-Fußabdrucks des gesamten Rennens, indem  alle Reisen, Unterkünfte, Stromverbrauch, Wasserverbrauch und Abfall erfasst werden und am Ende des Rennens kompensiert werden.
Jedes Teammitglied erhält ein Nachhaltigkeits-Kit, das eine nachfüllbare Wasserflasche mit einem persönlichen Wasserfilter, einer wiederverwendbaren Kaffeetasse, Bambuszahnbürsten und Bio-Seife, Shampoo, Zahnpasta und Waschmittel enthält. Hinzu kommt die Reduzierung des Verbrauchs von Einweg-Kunststoffen und -Strohhalmen. An Bord werden darüber hinaus Entsalzungstechnologien feingesetzt, die schätzungsweise 13.500 Ein-Liter-Wasserflaschen während des gesamten Rennens einsparen helfen. Zudem werden die Lebensmittel für die Bordverpflegung von den lokalen Märkten der Destinationen besorgt, die die Segler ansteuern und, was die Hochleistungssportler auf See und das Begleitteam an Land erfreuen wird, der Montag bleibt fleischfrei.

Vor dem Start des Rennens im spanischen Alicante traf sich das Team mit einheimischen Schülern und der lokalen Umweltorganisation Asociación De Naturalistas Del Sureste (ANSE), wo letztere ihr hölzernes Segelschiff Else ausstellte, das für die Überwachung und den Schutz gefährdeter Arten, die Untersuchung der Umweltverschmutzung von Pflanzen und Tieren und die Durchführung von Küstensanierungsprojekten ausgerüstet ist.

Das Volvo Ocean Race wird auch 7 Ocean Summits in Städten auf der ganzen Welt ausrichten, das erste Treffen fand in Alicante statt. Raquel Orts Nebot, Spaniens Generaldirektor für Nachhaltigkeit an der Küste und am Meer, sagte während des Gipfels:“In den letzten sechs Jahren haben wir die neue Meeresstrategie Spaniens entwickelt, und eines ihrer Hauptziele ist die Bekämpfung der Meeresverschmutzung“. In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass Spanien der UN Clean Seas Campaign beitritt, mit dem festen Ziel, diese globale Initiative zu unterstützen und zu ihrer weltweiten Wirkung beizutragen.

Erik Solheim, UN-Umweltschutz-Chef der Vereinten Nationen, kommentierte:“Das Engagement Spaniens in dieser Kampagne ist eine wichtige Botschaft für den Mittelmeerraum und die Welt. Unsere Ozeane sind für unser Überleben von grundlegender Bedeutung, dass wir alles tun müssen, um sie zu schützen. Während des Gipfels kündigte Volvo Ocean Race zudem den Start eines einzigartigen Programms namens „Science Programme“ an.

Durch diese Initiative werden Boote meteorologische Daten für genauere Wettervorhersagen und Klimamodelle sammeln und Instrumente zur Berechnung von u. a. Mengen an gelöstem CO2 und Mengen an Mikroplastik im Ozean mitführen. Das 18. Volvo Ocean Race begann am 22. Oktober in Alicante und endet im Juli 2018 in Den Haag.

 

Über den Autor

Markus Lichtenberg ist Journalist und spezialisiert auf Thema rund um Mobilität und Stadtentwicklung.

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