SWR Fernsehen BETRIFFT: FALSCHES SIGNAL, „Wie die Bahn beim Gütertransport versagt“, am Mittwoch (18.05.16) um 20:15 Uhr. Bremerhaven: Güterverladung per Schiene.? Die meisten Güter in Deutschland werden per Lkw transportiert, nur 17 Prozent auf der Schiene © SWR, honorarfrei – Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung bei Nennung „Bild: SWR“ (S2). SWR-Pressestelle/Fotoredaktion, Baden-Baden, Tel: 07221/929-23876, Fax: -929-22059, foto@swr.de Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7169 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/SWR – Südwestrundfunk“

LKW verstopfen die Autobahnen, Autofahrer sind verärgert; dabei verspricht die Politik seit vielen Jahren, Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen. Warum schafft es Deutschland nicht? Und warum will die Deutsche Bahn den Schienengüterverkehr noch weiter abbauen?

Um diese Thematik geht es in der „betrifft“-Dokumentation „Falsches Signal – Wie die Bahn beim Gütertransport versagt“, am Mittwoch, 18. Mai, 20:15 Uhr im SWR Fernsehen.

„betrifft“-Autor Hermann Abmayr zeigt, wie die Bahn heute noch mit Techniken von vorgestern arbeitet, während beim LKW modernste Technologie eingesetzt wird. Was früher noch mit der Bahn kam, wird heute oft nur noch auf der Straße angeliefert. Zum Beispiel Bananen aus den Nordseehäfen. Dabei zeigt der Schweizer Lebensmittelhändler Migros, dass es auch anders geht. Sogar empfindliche Früchte wie Bananen kommen auf dem Schienenweg. Die Hälfte aller Waren werden in den Zentrallagern des Unternehmens per Bahn angeliefert.

Ausbau der Rheintaltrasse verschiebt sich um mindestens 15 Jahre Jetzt wird in der Schweiz der Gotthard-Basistunnel eröffnet, der den europäischen Schienengüterverkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Achse zwischen Rotterdam und Genua nach vorne bringen soll. Güterzüge müssen dann nicht mehr den zeitaufwendigen und teuren Weg über den Gotthard nehmen. Die Kapazität wird fast verdoppelt. Aber Deutschland hat seine Aufgaben nicht erledigt: Der zugesagte viergleisige Ausbau der Rheintaltrasse wird sich um mindestens 15 Jahre verschieben. Und dies, obwohl der Güterverkehr bis 2030 laut Bundesregierung um 38 Prozent steigen soll.

Gütertransport am Schweizer Vorbild 

Die Schweiz ist auch beim Schienengüterverkehr Spitzreiter. Nur Österreich kann da mithalten. Während in Deutschland gerade einmal 17 Prozent auf der Schiene transportiert werden, sind es in Österreich 30, in der Schweiz 41 Prozent. Güter auf die Schiene, dieses Ziel hat bei den Eidgenossen Verfassungsrang. Und die Politik macht der Schweizer Bundesbahn (SBB) klare Vorgaben.

„betrifft“-Autor Hermann Abmayr war in der Schweiz und in Deutschland unterwegs, wo er in Bremerhaven gedreht hat oder auf dem Rangierbahnhof Wustermark bei Berlin. Die Bahn hat den großen Rangierbahnhof in der Nähe von Berlin einst aufgegeben. Heute wird er erfolgreich von einem kleinen Eisenbahnunternehmen betrieben.

Hoffnung macht das Beispiel Reutlingen

In der SWR Dokumentation kommt auch ein Spediteur zu Wort, der über die Schwierigkeiten berichtet, Güter per Bahn transportieren zu lassen. Hoffnung macht das Beispiel Reutlingen: Die schwäbische Industriestadt hat zehn Jahre lang mit der Bahn prozessiert, um das Gelände des stillgelegten Güterbahnhofs übernehmen zu können. Bald soll dort wieder Schienengüterverkehr möglich sein. Doch wann entscheiden sich die Politik in Berlin und die Deutsche Bahn AG zu einer Wende beim Güterverkehr? Sind die Signale falsch gestellt?

„betrifft: Falsches Signal – Wie die Bahn beim Gütertransport versagt“, am Mittwoch, 18. Mai, 20:15 Uhr, SWR Fernsehen.

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