Nahrungsmittelsicherheit und Ernahrungssicherheit waren Themen der diesjährigen Expo2015 (Foto: Davric/CC-BY-SA 4.0/by wikipedia.de)

Die Expo2015 in Mailand geht Ende Oktober zu Ende. Eines der großen Themen der diesjährigen Weltausstellung war das Thema Nahrungs- und Ernährungssicherheit. 

Den Planeten ernähren, Energie für das Leben (Nutrire il pianeta, energia per la vita), so das Motto der Expo2015. Jetzt, kurz vor Beendigung der Ausstellung, legte die EU  das Ergebnis ihres wissenschaftlichen Programms vor. Dabei handelt es sich um Empfehlungen von Experten zu der Rolle von Wissenschaft und Forschung bei der Verbesserung der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit.

Die Kommission hat neue Empfehlungen präsentiert, wie europäische Forschung und Innovation zur Verbesserung der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit in der ganzen Welt beitragen können.

Die Ergebnisse sind Teil einer umfangreicheren Erhebung wissenschaftlicher Kenntnisse auf dem Gebiet der Nahrungsmittelsicherheit und bieten Ansätze für künftige Forschungs- und Innovationsmaßnahmen auf europäischer und internationaler Ebene.

Wissenschaftliche Forschung

Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, der auch für die Gemeinsame Forschungsstelle zuständig ist, sagte dazu: „Wenn wir sicherstellen wollen, dass es für uns alle weiterhin sichere und nahrhafte Lebensmittel gibt, brauchen wir kontinuierliche wissenschaftliche Fortschritte. Ich begrüße die großen Anstrengungen der Wissenschaftler, Politiker und Wirtschaftsvertreter sowie der Bürgerinnen und Bürger bei der Ermittlung von Herausforderungen im Bereich der Nahrungsmittelsicherheit. Diese Empfehlungen bieten eine wirklich wertvolle Grundlage für die künftige Forschung auf EU-Ebene.“

„Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit können wir nur erreichen, wenn sich die Politik entschlossen dafür einsetzt. Ein solches Engagement haben wir in den sechs Monaten der EXPO täglich feststellen können. Die heute vorgelegten Empfehlungen sollten uns eine Mahnung sein, die Forschungs- und Innovationsanstrengungen der EU zu verstärken, um dazu beizutragen, die weltweite Ernährungssicherheit zu gewährleisten und den Hunger in der Welt zu beseitigen.“

Franz Fischler, der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Lenkungsausschusses der EU,

Mehr Öffentlichkeitsarbeit

Zentraler Punkt der Empfehlungen ist die Aufforderung des Wissenschaftlichen Ausschusses an die EU, gemeinsam mit ihren Partnern eine internationale Sachverständigengruppe für Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit ins Leben zu rufen, um die Forschung zu diesem Thema voranzutreiben. Ein weiteres Ergebnis lautet, dass Politiker und Verbraucher/Bürger stärker für Fragen der Nahrungsmittelsicherheit sensibilisiert werden müssen. Empfohlen werden außerdem eine engere Zusammenarbeit von Landwirten, Forschungseinrichtungen, Behörden und der Wirtschaft sowie Anreize für die Innovation entlang der gesamten Lebensmittelkette – vom Acker bis auf den Teller – mit Hilfe mehrerer Finanzierungsinstrumente, auch auf EU-Ebene.

Die Empfehlungen wurden der Kommission auf einer hochrangig besetzen Konferenz im Vorfeld des Welternährungstages vorgestellt. Die EU-Kommissare Carlos Moedas (Forschung, Wissenschaft und Innovation), Phil Hogan (Landwirtschaft und ländliche Entwicklung), Vytenis Andriukaitis (Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) und Neven Mimica (internationale Zusammenarbeit und Entwicklung), die an den Abschlussveranstaltungen der EXPO 2015 teilnahmen, begrüßten die Ergebnisse.

 

 

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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