Bei der Regelungswut deutscher Behörden, wundert es nicht, wenn sich einzelne Vorschriften grundsätzlich widersprechen. So berichtet Der Spiegel in seiner neuesten Ausgabe über neue Widersprüche bei den staatlichen Hilfen für die Energiewirtschaft:

Während das Bundesumweltministerium den Bau von kleinen, meist gasbetriebenen Anlagen für die Strom- und Wärmeproduktion im Haushalt – sogenannte Mini-KWK-Anlagen – fördert, belegt das Bundeswirtschaftsministerium sie mit einer Abgabe.

Linke Tasche – rechte Tasche

So kassierten Betreiber der Mini-KWK-Anlagen mit einer Leistung von 10 bis 20 Kilowatt in 2014 rund 3,6 Millionen Euro. Für neue Anlagen müssen aber 30 Prozent der normalen Umlage für Ökostrom gezahlt werden. Der Grünen-Energieexperte Oliver Krischer nennt das „organisierten Irrsinn auf Kosten von Klima und Steuerzahler“.

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

Ähnliche Beiträge

Bei Finanzanlagen soll künftig der Grundsatz der Nachhaltigkeit eine größere Bedeutung...

Der Klimawandel birgt neue Risiken für das Finanzsystem und Finanzanlagen und damit insbesondere...

Neues Forschungsprojekt zu den Chancen und Risiken von Fintechs Das Thema Digitalisierung und...

Antworten