Ohne Nashörner und vor allem ohne den Schutz vor Wilderei ist auch ein Afrikatourismus nicht denkbar.

Die Wilderei in Afrika wird immer mehr zu einer ernsthaften Bedrohung des Tourismus.

„Die Reisebranche lebt von der großartigen Fauna“, sagte Ingrid-Gabriela Hoven, Generaldirektorin für globale Entwicklung im Bundesentwicklungsministerium, auf einem Podium des ITB CSR Days beim ITB Berlin-Kongress zum nachhaltigen Tourismus.

Ganz abgesehen von der Grausamkeit, mit der Elefanten und Nashörner wegen ihrer Stoßzähne oder ihrer Hörner getötet werden, entzögen die Wilderer der örtlichen Bevölkerung wichtige Einkommensquellen und schüfen zunehmende Armut. Während der Stunde, die die Podiumsdiskussion dauere, fielen den Wilderern statistisch zwei Elefanten zum Opfer. Pro Jahr seien es 20.000 vor allem im Norden.

Wilderei internationales Problem

Patience Gandiwa, die in Zimbabwe für länderübergreifende Nationalparks zuständig ist, bezeichnete die Wilderei als internationales Problem. Mit der Bekämpfung der gut organisierten Banden vor Ort müssten Aufklärungskampagnen in Asien einhergehen, die über die Nutzlosigkeit der aus den tierischen Produkten gewonnenen angeblichen Wundermittel aufklärten. Christoph Heinrich vom World Wide Fund for Nature (WWF) betonte, in Asien werde ohnehin der gesamte Profit mit der Wilderei gemacht.

Es komme darauf an, vor Ort die Zusammenarbeit mit den Banden unattraktiv zu machen. „Auch Wilderer brauchen erfahrene Fährtenleser.“ Wenn der Bevölkerung dagegen attraktive Jobs im Tourismus winkten, sei die Versuchung geringer.

wwf.de

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