24 Stunden lang wird die Berliner Polizei den Kurznachrichtendienst Twitter einsetzen, um über Einsätze zu berichten. Am Freitag, den 6. Juni 2014, startet die Berliner Polizei um 19 Uhr mit ihren Meldungen aus der Einsatzleitzentrale „110“. Für die folgenden 24 Stunden können die Einsätze auf dem  Twitter-Einsatzkanal @PolizeiBerlin_E (#24hPolizei) verfolgt werden. Getwittert wird, zu welchen Einsätzen die Funkwagen geschickt werden. Bis Samstagabend rechnen die Berliner Ordnungshüter mit rund 2500 Einsatzfahrten. Dabei kann auch verfolgt werden, ob zum Beispiel ein Täter gefasst wurde.

Natürlich können aus Persönlichkeitsrechten nicht die genauen Anschriften und Namen genannt werden, aber trotzdem wird sich ein interessanter Einblick in die tägliche Arbeit ergeben. Berlins Innensenator Frank Henkel findet den Einsatz von Twitter toll: „Die Berliner Polizei nutzt die Vorteile der sozialen Medien auf eindrucksvolle Art und Weise. Mit ihren Aktivitäten zeigt sie, wie sich eine moderne Hauptstadtpolizei in der digitalen Welt aufstellen muss. Auch wenn der Einstieg in die sozialen Medien noch nicht lange zurückliegt, zeigt der souveräne Umgang mit Twitter und Facebook schon jetzt, dass die Berliner Polizei keine Angst vor Kommunikation hat, sondern Transparenz und Offenheit als Chance begreift. Das ist auch gut so.

Von dieser Aktion profitieren alle Seiten: die Bürgerinnen und Bürger, weil sie einen ungewöhnlichen und umfassenden Einblick in den Arbeitsalltag der Polizei gewinnen. Aber auch die Polizei profitiert, weil sie einer breiten Öffentlichkeit zeigen kann, vor welchen Herausforderungen unsere Einsatzkräfte Tag für Tag stehen. Normalerweise findet nur eine kleiner Auswahl dieser Einsätze den Weg an die Öffentlichkeit. Der 24-Stunden-Marathon trägt dazu bei, die ganze Bandbreite dessen abzudecken, was unsere Beamtinnen und Beamten für unsere Sicherheit leisten.

Ich freue mich, dass die Berliner Polizei und auch die Berliner Feuerwehr ganz weit vorne liegen, was den Umgang mit sozialen Medien angeht. Damit sind die Berliner Sicherheitsbehörden nicht nur in der Hauptstadt Vorreiter, sondern geben auch bundesweit ein hervorragendes Bild ab. Darauf können wir stolz sein.“

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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