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Amazonasregion FAIReconomics Newsletter KW 35 NACHRICHTEN: Brasilien - Die Grüne Lunge der Welt brennt, Schulze kritisiert Kollegen, Sanders will New Green Deal, zu wenig bezahlbarer Wohnraum, Neues aus dem Bundestag Allgemein Newsletter

Die grüne Lunge der Welt brennt, annähernd 80 .000 Waldbrände bedrohen den tropischen Regenwald in Brasilien im Amazonasbecken. (Foto. Nasa)

Der Amazonas brennt: Die Brände im brasilianischen Amazonas-Regenwald haben in diesem Jahr eine Rekordzahl erreicht, so neue Daten der brasilianischen Raumfahrtagentur. Zudem nehmen die Sorgen über das Umweltmanagement des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro zu, der rüde vor allem Richtung Europa auskeilt. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte die schweren Waldbrände im Amazonasgebiet am Donnerstag als „internationale Krise“ bezeichnet. Er wolle mit den anderen G7-Mitgliedern beim Gipfel in Biarritz am Wochenende „über diesen Notfall“ sprechen. Auch ein Ausstieg aus dem Freihandelsabkommen Mercosur steht inzwischen auf der Agenda. Unterdessen rückt das brasilianische Militär in den Regenwald ein, um bei der Brandbekämpfung zu helfen.  fair-economics.de , faz.net fr.de , tagesspiegel.de (Mercosur)

Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist unzufrieden mit den Vorbereitungen des Klimapakets: Unmut äußert Bundesumweltministern Svenja Schulze (SPD) über den Stand der Vorbereitung des geplanten Klimapakets der großen Koalition. Vor allem gegen die Ressorts Innen und Bau sowie Verkehr richtet sich ihre Kritik. „Wir wissen alle, dass der Verkehrssektor und der Gebäudebereich ihren Treibhausgas-Ausstoß deutlich senken müssen“, so die Ministerin.  Es gehe nicht nur darum, „sich Förderprogramme auszudenken, sondern auch genau zu belegen, was sie in welchen Zeiträumen bringen.“ stuttgarter-zeitung.de , n-tv.de

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Deutschland und nordische Länder wollen im Klimaschutz zusammenarbeiten: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich mit den Regierungschefs der fünf nordischen Staa­ten Island, Finn­land, Schwe­den, Norwegen und Dänemark sowie mit Repräsentanten Grönlands, der Åland-Inseln und der Färöer getroffen. Man sei sich einig, dass der Klimawandel gerade in den nordischen Län­dern, aber auch in Deutschland inzwischen sichtbar werde, sagte Merkel. „Der Preis des Nichtstuns wird mit Sicherheit höher sein als der Preis des Handelns.“ Es wurde bei dem Treffen vereinbart, dass Deutschland und die nordi­schen Staaten in der Klima- und Arktispolitik künftig enger zusammenar­beiten wollen.  Es soll eine gemeinsame Plattform gegründet werden und der Auftritt beim UN-Kli­ma-Gipfel in New York im September eng abgesprochen werden. spiegel.de , taz.de reuters.com

680 Terrawattstunden Strom  könnten produziert werden, wenn alle Dächer in der Europäischen Union, die für Photovoltaik-Anlagen geeignet sind, mit diesen Systemen ausgestattet würden. Dies wären 24,4 Prozent des derzeitigen Stromverbrauchs der EU-Mitgliedsstaaten. Forscher sehen inzwischen, dass die Netzparität für Photovoltaik-Dachanlagen – außerhalb der östlichen EU-Mitgliedsstaaten mit günstigen Strompreisen aus fossilen Brennstoffen –  bereits erreicht ist, darunter auch in Deutschland. pv-magazin.de

Mikroplastik noch keine Gefahr für Trinkwasser: Die WHO, die Weltgesundheitsbe­hör­de, warnt in einem ersten Bericht zu den Folgen von Mikroplastik in Trinkwasser vor einer zunehmenden Belastung der Umwelt mit Kunststoffen. „Wir müssen drin­gend mehr über die gesundheitlichen Folgen von Mikroplastik wissen, denn es ist überall – auch im Trinkwasser“, so Maria Neira, Leiterin der Abteilung für öffentliche Gesundheit, Umwelt und sozi­ale Gesundheitsfaktoren. Über die Gesundheitsrisiken von Mikroplastikkonzentrationen in Trinkwasser könne man aufgrund der begrenzten Informationen keine Aussagen treffen. Die Experten der UN-Behörde erläutern auf rund 100 Seiten die Wissensrückstände bezüglich des Themas Mikroplastik. Die Lücken beziehen sich auf das chemi­sche und biologische Verhalten kleiner und kleinster Kunststoffpartikel als auch auf die Beschaffenheit. Laut WHO weiss man auch wenig über die konkreten Gefah­renpotenziale. sueddeutsche.de , who.int (Originalbericht)

US Demokrat Bernie Sanders präsentiert New Green Deal in den USA: Bernie Sanders, der Mitte Februar ankündigte, erneut als Präsidentschaftskandidat gegen Donald Trump zu kandidieren,  schlug in der vergangenen Woche einen „Green New Deal“ im Wert von unglaublichen 16,3 Billionen US-Dollar vor. Die USA sollten bis 2050 aus den fossilen Energien aussteigen. Sanders will alternative Energien wie Sonne, Wind und Geothermie ausbauen. Ärmeren Nationen, die unter dem Klimawandel am stärksten leiden, will er mit 200 Milliarden Dollar unterstützen.  nytimes.comdailymail.co.uk

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Wie eine CO2-Bepreisung sozial ausgewogen wirkt: Eine gemeinsame Studie von Agora Verkehrswende und Agora Energiewende zeigt, wie ein CO2-Preis von 50 Euro pro Tonne zum Fundament des Klimaschutzes werden kann. Für die soziale Ausgewogenheit sorgt die Rückerstattung der gesamten Einnahmen an die Bürger. Einkommensschwache Haushalte werden per Saldo sogar entlastet. agora-energiewende.de

Zu wenig bezahlbarer Wohnraum: Rund 800.000 Sozialwohnungen müssen bis 2030 in Deutschland gebaut werden, doch derzeit werden es eher weniger als mehr. Insbesondere in den Städten gibt es zu wenig bezahlbaren Wohnraum. Ein Verbändebündnis fordert nun, dass es bis 2030 zwei Millionen Sozialwohnungen für Menschen mit geringen Einkommen geben soll. Heute sind es rund 1,2 Millionen. deutschlandfunk.de

MOBILITÄT:

Umwelthilfe fordert Verkaufsstopp für SUV: Verband legt einen Zwölfpunkteplan für eine umweltfreundlichere Automobilindustrie vor. duh.de

E-Auto-Strategie: Die AfD-Fraktion erkundigt sich nach der Förderung von Elektroautos in Deutschland. In einer Kleinen Anfrage (19/12169) wollen die Abgeordneten unter anderem wissen, wie die Bundesregierung zu den Vorschlägen steht, Ladestrom günstiger zu besteuern und die private Ladeinfrastruktur zu verbessern. Ein deutscher Automobilhersteller hatte diese Forderungen zuvor öffentlich gestellt. Zudem möchte die AfD-Fraktion wissen, welche Maßnahmen die Bundesregierung ergreifen will, um das selbstgesetzte Ziel von einer Millionen Elektroautos bis 2020 auf Deutschlands Straßen noch zu erreichen.

Probefahrt im Byton-M-Bite: Chinesisches Unternehmen stellt Prototyp des neuen Fahrzeuges vor. Es ist mehr als nur ein Smartphone auf Rädern. Eine Reihe von deutschen Technikern haben das Auto mitentwickelt. automobilindustrie-vogel.de

Mitarbeitermobilität: EnBW bestellt bis zu 14.000 Elektroautos für Mitarbeiter.  automobilwoche.de

Kraftstoffproduktion aus Kohlendioxid, Wasser und Ökostrom: Die Sektoren Strom und Mobilität zu verbinden, kann einige Herausforderungen der Energiewende bewältigen: Ökostrom ließe sich langfristig speichern, Kraftstoffe mit hoher Energiedichte wären kohlendioxidneutral nutzbar. Wie Sektorenkopplung aussehen kann, haben Forschungspartner des Kopernikus-Projektes P2X nun auf dem Gelände des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gezeigt und die ersten Liter Kraftstoff aus Kohlendioxid, Wasser und Ökostrom produziert. Sie integrierten in einer containerbasierten Versuchsanlage erstmals alle vier benötigten chemischen Prozessschritte zu einem kontinuierlichen Verfahren mit maximaler Kohlendioxidausnutzung und besonders hoher Energieeffizienz. fair-economics.de

Immer mehr Radfahrer sterben im Straßenverkehr: Auf Deutschlands Straßen sind zwar im im ersten Halbjahr 2019 weniger Menschen bei bei etwas mehr Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte:  Im ersten Halbjahr kamen insgesamt 158 Radfahrer ums Leben. Das sind 16 mehr als im Vorjahres­zeitraum – und ein Anstieg um 11,3 Prozent. tagesschau.de

Größte Elektrofähre in Betrieb genommen: Ellen wird ab Anfang September mehrmals am Tag zwischen den Häfen Søby und Fynshav pendeln. Sie ist die derzeit größte elektrisch betriebene Fähre. golem.de

BUCHTIPP DER WOCHE:

Auf-wanderschaft FAIReconomics Newsletter KW 35 NACHRICHTEN: Brasilien - Die Grüne Lunge der Welt brennt, Schulze kritisiert Kollegen, Sanders will New Green Deal, zu wenig bezahlbarer Wohnraum, Neues aus dem Bundestag Allgemein Newsletter Auf Wanderschaft „Stiefel“, „Stock“ und „Karte“: 30 Wörter, die jedem Wandersmann tief vertraut sind, stellt dieser liebevoll gestaltete Band in den Mittelpunkt. Jedes dieser Worte entwickelt im Wanderkosmos eine ganz besondere Bedeutung, die es wert ist, näher betrachtet zu werden: Wie wurden „Rast“, „Weg“ und „Wanderlust“ in Texten aus Literatur und Philosophie beschrieben? Welche ihrer bedeutungsvollen Eigenschaften wurden so festgehalten, reflektiert und geprägt? Faktenreiche, spannende und unterhaltsame Antworten hält dieser Band für Naturliebhaber bereit. Die historischen Abbildungen begleiten einzelne Wörter und laden zum Eintauchen in die Natur ein. duden.de

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Bund kauft Jodtabletten: Für den Fall eines atomaren Unfalls hat der Bund 190 Millionen Jodtabletten gekauft.  heute.de
Merkel kündigt Wasserstoffstrategie für Luftfahrt an: Deutschland soll nach dem Willen der Bundesregierung Zentrum einer umweltfreundlichen Luftfahrt werden. zeit.de
Grüne gegen Energydrinks: Renate Künast will Verkaufsverbot für unter 16jährige. faz.net
Gerichtsentscheid: Wiese am Hambacher Forst muss geräumt werden. taz.de
Greta: Kaum Einfluss auf Deutsche. tagesschau.de
Windenergiebranche: Wegen des faktischen Ausbaustopps soll nun Altmaier helfen. handelsblatt.com
Lange Dürren: Gefährdung der Energieversorgung. bizz-energy.com
Desertec: Strom aus der Wüste als gescheitertes Modell? wiwo.de
Ernteausfälle: Bauernverband beklagt Ernteeinbußen durch Hitze und Trockenheit. spiegel.de
Zu langsam und ineffizient: Der Emissionshandel. klimareporter.de
AfD Chef Gauland: Wirbt für Atomkraftwerke. freiepresse.de

LETZTE WOCHE IM BUNDESTAG:

Auch wenn der Bundestag sich in der Sommerpause befindet, so geht die parlamentarische Arbeit dennoch weiter. Hier ein Überblick aus der vergangenen Woche. 

Lage in Textilfabriken Äthopiens: Die Höhe der Mittel, mit denen die Bundesregierung die in Fernsehberichten der ARD genannten Textilfabriken in Äthiopien unterstützt, möchte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rahmen einer Kleinen Anfrage (19/12272) erfahren. Außerdem wollen die Abgeordneten wissen, welche Konsequenzen sie aus den Berichten über dortige Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen zieht und ob ihr weitere Menschenrechtsverstöße bekannt sind.

Entwicklungshilfe Brunei: Inwiefern das Sultanat Brunei Darussalam jemals deutsche Entwicklungsleistungen erhalten hat, ist Thema einer Kleinen Anfrage (19/12370) der AfD-Fraktion. Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung auch wissen, welche Projekte im Rahmen der regionalen Zusammenarbeit mit dem Verband der südostasiatischen Staaten (ASEAN) durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit seit 2005 in welche Höhe und in welchen Zielländern gefördert wurden.

Wie ist Deutschland auf Hitzewellen vorbereitet: Mit der Vorbereitung von Gesundheitseinrichtungen auf die im Sommer häufiger auftretenden Hitzewellen befasst sich die FDP-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (19/12424). Der Klimawandel gefährde die Gesundheit von Millionen Menschen. Besonders gefährdet seien ältere Leute, die in Städten wohnten, sowie Menschen mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronischen Atemwegserkrankungen. Die Abgeordneten wollen wissen, wie die Bundesregierung die Hitzewellen bewertet und welchen Investitionsbedarf für Kliniken und Pflegeeinrichtungen sie angesichts der immer höheren Temperaturen sieht.

Zwischenlager Mitterteich: Nach dem Status quo und den Prognosen für das Zwischenlager Mitterteich in Bayern erkundigt sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (19/12397). Die Grünen fragen unter anderem, wie viel radioaktiver Abfall aktuell am dem Standort gelagert wird.

Export von Alttextilien: Die FDP-Fraktion thematisiert in einer Kleinen Anfrage (19/12383) den Export und die Kreislaufwirtschaft von Alttextilien. Von der Bundesregierung will die Fraktion unter anderem wissen, welche Institutionen zu welchem Zweck in Deutschland Alttextilien sammeln. Zudem interessiert die Liberalen, wie viele Tonnen gesammelt und wie die Alttextilien verwertet werden.

Weniger umweltschädliche Subventionen: Die Bundesregierung will sich auf nationaler und internationaler Ebene dafür einsetzen, dass umweltschädliche Subventionen abgebaut oder in zukunftsorientierte Investitionen umgewidmet werden. Dabei würden die volkswirtschaftlichen Interessen sowie die der Verbraucher berücksichtigt, heißt es in der Antwort (19/12278) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/11460) der Grünen-Fraktion. Die einschlägigen ordnungsrechtlichen Regelungen sind nach Ansicht der Bundesregierung „grundsätzlich geeignet, stoffliche Beeinträchtigungen von Lebensräumen und Habitaten zu verhindern“. So dürften individuelle Pflanzenschutzmittel nur zugelassen werden, wenn sie bei sachgerechter Anwendung keine unannehmbaren Auswirkungen auf die Umwelt hätten. Ein Ziel sei zudem, die Leistungen der Landwirtschaft zum Schutz der Umwelt, der Biodiversität, des Klimas und der natürlichen Ressourcen verstärkt zu fördern.

Umweltschutz und Tourismus: Um die Folgen des Tourismus für Umwelt und Klima geht es in einer Kleinen Anfrage (19/12421) der FDP-Fraktion. Die Abgeordneten erkundigen sich bei der Bundesregierung nach Schätzungen zu den Wirkungen von touristischen Aktivitäten in Deutschland auf Umwelt und Klima. Sie fragen auch nach dem Kenntnisstand zu Kompensationsmaßnahmen.

Wasserkraftwerke Richtlinien: Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erkundigt sich nach Menschenrechten und Nachhaltigkeitskriterien bei weltweiten Wasserkraftprojekten. In einer Kleinen Anfrage (19/12267) möchten die Abgeordneten wissen, welche Rolle Deutschland bei einem geplanten internationalen Rahmenwerk spielt, das die Investitionen in Wasserkraftprojekte in Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen bringen soll.

Was ist mit unserem Grundwasser? Nach dem mengenmäßigen Grundwasserzustand und Nutzungskonkurrenzen erkundigt sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (19/12098). Die Grünen fragen die Bundesregierung unter anderem, wie sie den mengenmäßigen Zustand des Grundwassers in Deutschland bewertet. Zudem will die Fraktion wissen, wie hoch der Anteil der Grundwasserkörper ist, die nach Maßgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie nicht in einem mengenmäßig guten Zustand sind.

80,1 Millionen für Ladeinfrastruktur: Anfang des Jahres 2019 waren in Deutschland 47,09 Millionen Pkw zugelassen, darunter 83.175 batterieelektrische und 66.997 Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/12207) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/11608) hervor. Die Regierung beruft sich dabei auf statistische Veröffentlichungen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Im Freistaat Sachsen gab es der Antwort zufolge zum gleichen Zeitpunkt 2,15 Millionen Pkw, darunter 2.430 batterieelektrische und 1.640 Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Weiter heißt es in der Vorlage, im Rahmen der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur seien bislang bundesweit für 13.602 Normalladepunkte und 2.349 Schnellladepunkte Zuwendungen bewilligt worden. 166 Normalladepunkte und 27 Schnellladepunkte befänden sich in Sachsen. Im Rahmen der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur seien bundesweit Zuwendungen in Höhe von 80,1 Millionen Euro bewilligt worden – in Sachsen Zuwendungen in Höhe von 3,14 Millionen Euro.

Chinas Seidenstrasseninitiative in Afrika: Die Bundesregierung bewertet das Engagement der Volksrepublik China in Afrika im Rahmen der neuen Seidenstraßeninitiative positiv, „sofern die auf dem 2. Seidenstraßengipfel im April 2019 in Peking gemachten chinesischen Zusagen auch tatsächlich umgesetzt werden“, schreibt sie in einer Antwort (19/12192) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/11747) der AfD-Fraktion. Darunter seien Zusagen zu „weithin internationalen Standards“ und die Ankündigung, die Seidenstraßeninitiative umweltfreundlich zu gestalten, die Anti-Korruptionsüberwachung zu verbessern und einen Rahmen zu schaffen, um die Schuldentragfähigkeit von Partnerländern bei der Kreditvergabe besser einschätzen zu können. Sie sei überzeugt, dass „nur eine international vernetzte und abgestimmte Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung in Afrika beitragen kann“, führt die Bundesregierung weiter aus. Daher habe sie während der deutschen G20-Präsidentschaft 2017 eine multilaterale „Partnerschaft mit Afrika“ angestoßen und zur Förderung der Investitionsrahmenbedingungen in afrikanischen Partnerländern den „Compact with Africa“ (CwA) ins Leben gerufen. In Gesprächen mit chinesischen Regierungsvertretern thematisiere sie zudem fortlaufend die Möglichkeiten der Kooperation zwischen China und Deutschland in Afrika, vor allem im Rahmen von Dreieckskooperationen.

WÖRTLICH GENOMMEN

Synthetische Kraftstoffe sind alle Kraftstoffe, die sozusagen künstlich hergestellt werden, nicht aus Erdöl wie dieses klassische Kerosin, sondern man nimmt Kohlenstoffe, entweder zum Beispiel aus dem Biomasseanbau oder direkt aus der Luft gefangen, um dann in einer Raffinerie durch verschiedene Prozesse daraus einen Kraftstoff wieder herzustellen. Das heißt, die Quelle des Kohlenstoffs, der ja dann wieder zu CO2 verbrannt wird, kommt nicht aus der Erde, ist nicht fossil, sondern ist aus der Luft, und deshalb führt das nicht zu höheren CO2-Emissionen.
Jakob Graichen, Senior Researcher Energie & Klimaschutz beim Ökoinstitut, aktuell gebe es erste Pilotanlagen, sie seien aber noch ziemlich klein. Er habe mal eine Überschlagsrechnung gemacht: Wenn man den gesamten deutschen Luftverkehr, also alle Flüge, die in Deutschland abhebten, so versorgen wollen würde und das mit Erneuerbaren – denn man brauche relativ viel Strom, um diesen Kraftstoff herzustellen. Dafür müsste man die gesamte Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland einsetzen, um so genug Kraftstoff für den deutschen Luftverkehr zu produzieren. … Das werde mindestens doppelt so teuer wie fossiles Kerosin, vielleicht auch drei- bis viermal so teuer, aktuell seien das die Zahlen. Das klinge jetzt erst mal viel, aber der Treibstoff habe je nach Fluggesellschaft einen Anteil von 20 bis 30 Prozent am Ticketpreis, das heiße, wenn der sich verdoppelt, dann steige der Ticketpreis um 10 bis 15 Prozent. deutschlandfunk.de

„…auch für uns wird es immer enger. Ebenso für unseren Planeten. Der Raum schwindet, die Ressourcen, die Zukunft. Je mehr Umweltkrisen wir lösen wollen, desto grösser scheinen sie zu werden. Nun konfrontiert uns die Unterwelt mit den dringendsten Fragen unserer Zeit: In der Arktis entweichen dem schmelzenden Permafrost uralte Methanvorkommen. Aufgetaute Rentierleichen setzen Milzbrandsporen frei. In Grönland taut ein versunkener Militärstützpunkt mit Hunderttausenden von Litern Chemieabfällen aus dem Eis auf. Die Unterwelt bringt ungebeten Dinge ans Licht. Auf der ganzen Welt. Nach meiner sechsjährigen Reise kann ich sagen: Das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert der Berge. Jetzt leben wir im Jahrhundert der Unterwelt.“
Robert Macfarlan, Literaturprofessor in Cambridge und Autor mehrerer preisgekrönter Bücher, wir hätten auf der ganzen Welt 50 Millionen Kilometer Tunnel gegraben, um Öl zu fördern. Wir hätten die Erde durchlöchert, um Wertvolles hervorzubringen. Eine der drei grossen Aufgaben, die das Unterland in allen Kulturen und Epochen für uns erfülle. Nebst dem Schützen von Kostbarem oder dem Entsorgen von Schädlichem. Es gehe darum Ertrag zu bringen. Durch den Klimawandel schmelze das Eis, neue Bodenschätze seien erreichbar werden. Am Horizont erscheine ein neues, goldenes Zeitalter, mit dem gleichzeitig Gefahren für die Umwelt oder das Klima einhergingen. Nur müssten wir die Probleme wieder loswerden, die damit geschaffen würden. Auch dabei ist die Unterwelt von grosser Bedeutung. Der Global Seed Vault sei ein gutes Bespiel. Dabei handele es sich um einen Milliarden Dollar schweren Saatguttresor, tief unten im Permafrost des norwegischen Spitzbergen-Archipels. Diese Bibliothek der Biodiversität solle sicherstellen, dass in Zukunft alle Arten erhalten werden. Das Ironische sei, dass sie letzthin wegen des schmelzenden Permafrosts geflutet worden sei. nzz.ch

MEHR WISSEN

Das Schwitzen wird dem Menschen bald nicht mehr helfen: Der Mensch schwitzt, wenn ihm zu warm ist. Doch aufgrund der Klimaveränderungen könnte ihn diese körpereigenenatürliche Kühlung nicht mehr vor dem Hitzetod bewahren können. Bislang  klettern die Kühlgrenztemperaturen für den Menschen auch in den heißesten Zonen nur selten über 31 Grad Celsius. Doch auch die sogenannte Kühlgrenztemperatur von 28 Grad Celsius sind kaum zu ertragen. Bald können komplette Regionen der Erde zumindest zeitweise unbewohnbar werden – und dies vielleicht schon früher als bislang angenommen. Denn nicht nur der Anstieg des Meeresspiegel, sondern vor allem feuchte Hitzewellen, die das Schwitzen der Menschen nicht mehr möglich macht, könnten die Gründe dafür sein. tagesspiegel.de

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Mehr Schutz für Wildtiere: Zoos und Zirkusse sollen in Zukunft wilde afrikanische Elefanten nicht mehr kaufen dürfen. Überraschend hat sich eine Mehrheit der Delegierten bei der UN-Artenschutzkonferenz in Genf dafür ausgesprochen. Umweltschützer feiern dies als einen „historischen Sieg“. Allerdings muss dieses Verbot in der kommenden Woche noch vom Ple­num der 180 Vertragsstaaten angenommen werden. Neben dem Zwerggecko sollen Agamen-Arten aus Sri Lan­ka, Glasfrösche aus Lateiname­ri­ka, Spaltenschildkröten aus Ostafrika und Molche aus Südostasien besser geschützt werden. Übrigens: Deutschland ist das mit Ab­stand größte Importland für Reptilien, insofern sind auch deutsche Terrarienfreunde davon betroffen. zeit.de

Kreuzfahrtranking 2019: Der Kreuzfahrtmarkt boomt und belastet die Luft und auch das Klima zunehmend. Das ist das Ergebnis des NABU-Kreuzfahrtrankings 2019. Nur ein kleiner Teil der Flotte wird sauberer, das Gros der Branche setzt weiterhin auf Schweröl und verzichtet auf den Einsatz von Abgastechnik. Seit Kurzem nehmen auch immer mehr Kreuzfahrtschiffe mit Flüssiggasantrieb den Betrieb auf. Doch auch dieses Flüssiggas (LNG) ist weiterhin ein vollständig fossiler Brennstoff, der teilweise mit erheblichen Eingriffen in die Umwelt gewonnen wird. Hinzu kommt der sogenannte „Methanschlupf“, bei dem das hoch-potente Klimagas „Methan“ in die Atmosphäre entweicht. Entsprechend bietet der Gasantrieb zwar in puncto Luftschadstoffminderung unbestreitbare Vorteile gegenüber Marinediesel und Schweröl, nicht jedoch in Hinblick auf die Klimabilanz der Flotte. nabu.de (Ranking), spiegel.de

Shanghai: Mülltrennung in Chinas Metropole eingeführt. zdf.de
Nepal: Plastikverbot am Mount Everest. n-tv.de
Geisternetze: Tödliche Fallen für Fische. geo.de
München: Null Energiehaus geplant. sueddeutsche.de
Manila: Wie eine der am stärksten verschmutzten Städte der Erde wieder sauber werden soll. fair-economics.de 

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Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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