NACHRICHTEN Newsletter

Einigung auf Stromtrassen: Statt Hochspannung sollen es Erdkabelleitungen werden. Die Stromnetzbetreiber Tennet, TransnetBW und 50Hertz haben in der vergangenen Woche Vorschläge für mögliche Erdkabel-Korridore vom Norden in den  Süden vorgelegt. Dabei handelt es sich um die SuedLink-Trasse und die „SuedOstLink“-Trasse.  Ab Frühjahr 2017 prüft die Bundesnetzagentur die Vorschläge, zudem soll es ein Bürgerbeteiligungsverfahren geben. Der exakte Verlauf der Stromautobahnen soll erst in einigen Jahren festgelegt werden. faz.net

Indien ratifiziert Klimavertrag: Am 2. Oktober hat Indien den Weltklimavertrag von Paris ratifiziert. Nach Angaben des UN-Klimasekretariats haben inzwischen 62 Staaten das Pariser Abkommen ratifiziert, die zusammen fast 52 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen repräsentieren. Damit das Abkommen in Kraft treten kann, müssen es 55 Länder ratifizieren, die für 55 Prozent der Emissionen verantwortlich sind.  klimaretter.info

In 35 Jahren  könnte es in den Weltmeeren mehr Plastik als Fische geben. Inzwischen findet man selbst dort Mikroplastik, wo der Mensch in der Tiefsee nicht hingelangt. zeit.de

Graupapagei mit höchstem Schutz: Wildgefangene Graupapageien sollen künftig nicht mehr international kommerziell gehandelt werden dürfen. Auf der Welt-Artenschutzkonferenz in Johannesburg ist der rechtliche Schutz für die sprachbegabten Tiere erhöht worden. abendblatt.de

Grüne: Ab 2030 wollen Bündnis90/Die Grünen neue Benzin- und Dieselautos verbieten. Mit diesem drastischen Plan wollen sie die Energiewende erzwingen. Ab 2030 sollen keine neuen Autos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. wz.de

Alnatura ./. dm Streit vor Gericht: Die Gründer sind verschwägert und beide haben vom Boom der Biobranche profitiert. Bis die Drogeriemarktkette dm Alnatura aus dem Sortiment auslistete. Der Streit landete jetzt vor Gericht. Es geht aber auch um Markenrechte. spiegel.de

Tchibo will Arbeiterrechte in Lieferländern verbessern: Der Kaffee- und Handelskonzern beabsichtigt die Rechte der Arbeiter in ihren Lieferländern verbessern. Jetzt hat das Unternehmen  eine weltweit gültige Rahmenvereinbarung mit der internationalen Dachgewerkschaft Industriall abgeschlossen. Ziel ist es, dass die Beschäftigten in den Zulieferbetrieben die Möglichkeit bekommen, Löhne, Sozialleistungen und Arbeitszeiten innerbetrieblich und industrieweit auszuhandeln. handelsblatt.com

Buchtipp der Woche: „Silicon Germany“, Autor Christop Keese setzt sich mit der Frage auseinander was Google kann und was Volkswagen und Bosch nicht können? Der Autor ist der Ansicht, dass die deutschen Maschinen-  und Autobauer, die Energieversorger, der Handel, die Banken und Politiker das 21.Jahrhundert mit einem Fehlstart begonnen haben. Die deutsche Industrie verlasse sich zu sehr auf alte Stärken. Doch genau dadurch sei sie behäbig und gefährdet und nicht dafür gerüstet, wenn Start-Ups die Branche durcheinanderwirbelten. randomhouse.de

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Braunkohlekraftwerk Buschhaus:  Seit Sonnabend vom Netz.  fair-economics.de
CO2 Speicherung:  Wissenschaftler wollen CSS-Technologie.  bizz-energy.com
Schifffahrt:  Hybrid-elektrisches Binnenschiff wird getestet.  windkraft-journal.de
Offshore-Windenergie: Anteil verdoppelt sich auf 14,1 Prozent. euwid-energie.de
Windenergie II: Deutschland bleibt führend beim Ausbau in Europa. hsh-nordbank.de
Luftfahrt: Bis zum Ende dieser Woche wird in Montreal über die Reduktion von Flugzeugabgasen verhandelt.  n-tv.de
Autonomes Fahren: Ethikkommission sucht nach Antworten in Gefahrensituation. welt.de

WÖRTLICH GENOMMEN

„Unser Ziel ist es, die Frage zu beantworten, wer an welchen Klimaschäden schuld ist“ 
Katja Frieler, Mitarbeiterin des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK),  will anhand von Simulationsmodellen errechnen, wie hoch die Schuld einzelner Staaten an den Auswirkungen des Klimawandels zu bemessen ist.  derstandard.at

„Die IFC behauptet, dass die Geldvergabe an den Finanzsektor kleinen Unternehmen in Entwicklungsländern einen besseren Zugang zu Krediten ermöglicht, das Wirtschaftswachstum antreibt und Armut reduziert. Doch, wie unsere Untersuchung zeigt, haben die Finanzpartner von IFC das Geld der Weltbankgruppe in Wirklichkeit dafür verwendet, um einige der größten und zerstörerischsten Konzerne der Welt zu finanzieren“
David Pred, Geschäftsführer von Inclusive Development International, über die Praktiken der Weltbankgruppe, die trotz ihres im Jahr 2013 beschlossenen weitgehenden Kohle-Ausstiegs, auf versteckten Wegen die massive Kohle-Expansion in Asien mitfinanziert. Diese werden über die IFC gesteuert, die International Finance Corporation (IFC), die die Weltbank-Geschäfte mit dem Privatsektor durchführt und derartige Projekte über sehr undurchsichtige Geschäfte mit Banken, Private-Equity-Fonds und weiteren externen Finanzpartnern finanziere. urgewald.org

MEHR WISSEN

Verkehrswende: Die Verkehrswende steht auf zwei Säulen in Deutschland. Zum einen ist es die Verlagerung und Vermeidung von Verkehren, ohne dass die Mobilität eingeschränkt wird, zum anderen ist es das Ziel, den Verkehr mit erneuerbaren Energien zu betreiben, ohne dass die Mobilität unbezahlbar wird. zeit.de

Raubbau an Wäldern in Borneo:  Mit Drohnen und Smartphones versuchen Aktivisten den Raubbau an den Regenwäldern zu stoppen. Sie pflanzen Setzlinge in die ausgebrannte Erde und versuchen mit sehr wenigen Mitteln die regelmäßigen Brände im  Tanjung Puting Nationalpark zu verhindern. spiegel.de

Dunkeldeutschland: Die Region rund um den Stechlinsee in Brandenburg, etwa 100 Kilometer nordwestlich von Berlin, gilt als eine der dunkelsten Gegenden Deutschlands. Hier dringt kaum Lichtverschmutzung hin. Forscher nutzen diesen Ort um herauszufinden, wie diese Lichtverschmutzung auf das Ökosystem wirkt. sueddeutsche.de

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EQ: Heisst die neue Elektromarke von Mercedes-Benz. auto-motor-sport.de
Landbox:  Stroh statt Styropor. landpack.de
MOOC zum Klimawandel: Deutsche Klima Konsortium startet Online-Vorlesung. deutsches-klima-konsortium.de
Vietnam: Tausende demonstrieren wegen Fischsterbens gegen Stahlwerk.  umwelt-panorama.de

DAS LETZTE:

Riesenflughafen ohne Gäste:  Der Präsident Turkmenistans, Gurbanguly Berdymuchammedow, hat soeben einen neuen Flughafen für jährlich 14 Millionen Reisende in Aschchabad eröffnet. Doch das Problem liegt darin, das lediglich 100.000 Touristen das abgeschottete Land in Zentralasien besuchen. Und selbst diese Zahl scheint geschönt zu sein.  nzz.ch

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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