Die Kenntnisse derArbneitnehmer im Bereich der Digitalisierung im EU Raum sind nicht ausreichend. (Foto: Pixabay.com)

Fast 40 Prozent der Arbeitskräfte in der EU verfügen über keine oder fast keine digitalen Kenntnisse, während die Zahl der Absolventen im Bereich der Informations-und Kommunikationstechnologien in vielen EU-Mitgliedstaaten unter dem Bedarf liegt. Die Lücke bei den digitalen Qualifikationen klafft nach wie vor und droht in vielen EU-Ländern größer zu werden. Das ist eines der Ergebnisse des Berichts über den Wandel der Arbeit und der Fähigkeiten im digitalen Zeitalter, den die Gemeinsame Forschungsstelle der EU-Kommission heute vorgestellt hat.

Der Bericht analysiert, wie sich Technologien auf die Arbeitsmärkte auswirken und was in der Bildungspolitik getan werden, um die digitalen Fähigkeiten zu verbessern. Insbesondere bietet der Bericht neue Recherchen und Daten zum Zusammenspiel von neuen Technologien, Arbeitsplätzen und Arbeitsorganisation, zum Umfang und der Art der Arbeit, die durch digitale Arbeitsplattformen vermittelt wird sowie zu laufenden strukturellen Veränderungen auf dem EU-Arbeitsmarkt.

Tibor Navracsics, Kommissar für Bildung, Jugend, Kultur und Sport und verantwortlich für die Gemeinsame Forschungsstelle, sagte: „Die Anforderungen an Arbeit und Qualifikation entwickeln sich aufgrund des technologischen Fortschritts rasant und stellen die EU vor dringende politische Herausforderungen. Robuste Beweise sind der erste Schritt zur Entwicklung zukunftssicherer Richtlinien, die sicherstellen, dass jeder die neuen Technologien sicher, kreativ und sicher nutzen kann. Der heutige Bericht trägt dazu bei, wichtige Initiativen zu informieren, die ich in den letzten fünf Jahren gestartet habe, wie den Aktionsplan für digitale Bildung und den Europäischen Bildungsraum.“

Marianne Thyssen, Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitsmobilität, fügte hinzu: „Während meiner Amtszeit habe ich hart daran gearbeitet, die Entwicklung von Fähigkeiten zu fördern, den Zugang zum Sozialschutz für alle zu gewährleisten und sicherzustellen, dass alle Arbeitnehmer vorhersehbare und transparente Arbeitsbedingungen erhalten. Wir müssen auf diesen Errungenschaften aufbauen, um sicherzustellen, dass unsere Arbeits- und Sozialpolitik für den Arbeitsmarkt des 21. Jahrhunderts geeignet ist.“

Im Jahr 2018 legte die Kommission ihren Aktionsplan für die digitale Bildung vor, der ein wichtiger Bestandteil des Europäischen Bildungsraums ist. Die EU hat auch konkrete Initiativen ergriffen, die den Menschen helfen, in einer digitalen Welt erfolgreich zu sein. Dazu zählen die Qualifikationsagenda für Europa, neue EU-Vorschriften für transparente und vorhersehbare Arbeitsbedingungen und eine Empfehlung des Rates über den Zugang zum Sozialschutz. Schließlich hat die Europäische Kommission im Rahmen des künftigen langfristigen EU-Haushalts (2021-2027) ein Programm für das digitale Europa in Höhe von 9,2 Mrd. Euro vorgeschlagen, um auf die aufkommenden digitalen Herausforderungen zu reagieren.

Über den Autor

Frank Tetzel ist Chefredakteur von FAIReconomics. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen: Energie, Mobilität, Tourismus, Arbeit und Stadt der Zukunft.

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